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Schläger hinter Gitter

„Bremsspur“-Prozess Schläger hinter Gitter

Das Gericht hat geurteilt: Die beiden Angeklagten müssen für vier beziehungsweise fünf Jahre hinter Gitter. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf und sechseinhalb Jahre gefordert.

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Die beiden Angeklagten betreten in Handschellen den Gerichtssaal, während Verteidiger Stefan Adler wartet.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Sigrid H. weint nach Ende des Prozesses, Klaus H. geht zur Anklagebank und ruft den Verurteilten zu, sie sollten sich schämen. Es sei feige, zu zweit gegen einen Mann vorzugehen.

Die Eltern von Samuel F., der im August vergangenen Jahres an den Folgen einer Schlägerei starb, sind enttäuscht. „Das Urteil ist nicht gerecht“, sagt Klaus H. im Gespräch mit der OP. Man dürfe Leuten, die schon 20 oder mehr Vorstrafen wegen Körperverletzung hätten, nicht nur vier Jahre geben. „Das darf einfach nicht sein. Die beiden gehören weggesperrt. Wenn die rauskommen, passiert das gleiche wieder“, ist sich Klaus H. sicher.

 

Tränen fließen am Tag der Urteilsverkündung auch bei den Angehörigen und Freunden der Angeklagten. Und auch der 20-Jährige, der unter Jugendstrafrecht zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde, weint, während der vorsitzende Richter, Dr. Thomas Wolf, das Urteil begründet.

Im Mittelpunkt des Verfahrens habe gestanden, dass ein Toter zurückblieb, so der Richter.

von Heike Horst

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