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Schilder sollen Unfallgefahr mindern

Tempo 70 nach mehreren Kollisionen Schilder sollen Unfallgefahr mindern

Kein Kreisverkehr auf der L 3088: Die Unfallkreuzung nahe Bauerbach soll stattdessen über ein Tempolimit und Warnschilder entschärft werden. Zudem wird der Bau einer Blitzeranlage geprüft.

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Warnschilder und Geschwindigkeitsbegrenzung: Seit wenigen Tagen gibt es eine Neuerung auf dem Teil der Landesstraße 3088, der in der Vergangenheit des Öfteren zum Unfallort wurde.

Quelle: Tobias Hirsch

Bauerbach. Das ist das Ergebnis der Verkehrszählung durch Hessen Mobil Ende vergangenen Jahres. Demnach fahren „je nach Tageszeit lediglich elf bis 13 Prozent“ aus den Kreisstraßen 34 und 35 auf die Landesstraße 3088 ein, wie Behördensprecherin Sonja Lecher auf OP-Anfrage erläutert.

Aufgrund dieser Zahlen sei der Bau eines Kreisverkehrs unzulässig. Denn laut der geltenden Richtlinien sei ein Kreisel nur dann eine Alternative, „wenn die Verkehrsstärke aus den schwächer belasteten Knotenpunktzufahrten auf die Hauptstraße in der Summe bei mindestens 15 Prozent der Gesamtbelastung des Knotenpunktes liegt“.

Anwohner in Bauerbauch fordern seit Jahren eine bauliche Veränderung der L 3088, auf der speziell morgens und am späten Nachmittag, während des Berufsverkehrs, viele Autos fahren. Zuletzt wurde die Diskussion durch mehrere schwere Verkehrsunfälle angefacht: An Pfingsten 2015 starben bei einem Verkehrsunfall zwei Menschen, Anfang November wurde ein Radsportler von einem 75-jährigen Autofahrer angefahren und schwer verletzt.

Warnschilder und Tempo 70

Zuletzt stützte auch der Magistrat, der für Landesstraßen aber nicht zuständig ist, die Forderungen nach einen Umbau der Kreuzung. Auch Hessen Mobil signalisierte zuletzt die Chance für einen Kreisverkehrbau – wennüber eine Verkehrszählung die Grundlagen dafür gegeben wären.

Nach der Analyse des Unfallpunkts haben sich Hessen Mobil, städtische Straßenverkehrsbehörde und Polizei aber für andere Veränderungen auf der L  3088 entschieden: Vor wenigen Tagen ist das Warnschild „Gefahrstelle“ mit dem Zusatzzeichen „Unfallgefahr“ entlang der Straße aufgestellt worden.

Zudem gilt ab sofort im Kreuzungsbereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h. Um die Einhaltung des Tempo­limits zu gewährleisten, prüfe die Stadtverwaltung die Aufstellung 
einer stationären Blitzeranlage.

Die Stadt hat bereits zwischen Herbst 2015 und Jahreswechsel an der Kreuzung sieben Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Ergebnis: Fünf Prozent der Autofahrer fuhren nach Angaben der Verwaltung zu schnell.

von Björn Wisker

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