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Schäferhund in Cappel ausgesetzt

Tierheim bittet um Hinweise Schäferhund in Cappel ausgesetzt

Der vergangene Sonntag war für Tierheim-Mitarbeiterin Nicolette Schreiber kein gewöhnlicher Weg zur Arbeit: Als sie mit ihrem Auto in die Straße Bahnhaus im Stadtteil Cappel einbog, fiel ihr ein Deutscher Schäferhund, angebunden an einem Laternenpfahl, auf, teilt Tierheim-Pressesprecher Rainer Kieselbach mit.

Der Schäferhund war an einen Laternenpfahl angebunden, neben ihm stand ein schwarzer Eimer.Foto: Tierheim Cappel

Cappel. Der Hund trug ein schwarzes Brustgeschirr mit dem Aufdruck „Julius K9“, aber kein Halsband. Neben ihm stand ein schwarzer Eimer mit etwas Wasser und eingeweichtem Brot. „Als ich mich dem Hund zu Fuß mit einer Leine näherte, sprang er auf, bellte, zog die Lefzen hoch und knurrte, sodass kein direktes Herankommen möglich war. Meiner Einschätzung nach zeigte das Tier in diesem Moment ein angst-aggressives Verhalten“, schildert Schreiber die Situation. Sie beschloss, auf ihre Tierheim-Kollegin Valerie Dollerschell zu warten, da ein Handling zu zweit in diesem Moment sinnvoll erschien.

Währenddessen berichtete ihr eine Anwohnerin, dass sie den Hund erstmals am Samstagabend gegen 23.30 Uhr gehört und daraufhin die Polizei benachrichtigt hatte, da der Hund bereits zu diesem Zeitpunkt sehr aufgeregt war. Am Telefon wurde ihr mitgeteilt, dass kein Hundeführer vor Ort sei und man deshalb jetzt nicht weiterhelfen könne. Unterdessen traf Schreibers Kollegin ein. Ihr gelang es, den Hund mit einem Fangstab zu fixieren. Das Tier konnte anschließend von der Laterne abgebunden werden. Sobald es an der Leine geführt wurde, entspannte es sich und es war keine Fixierung mehr nötig, berichtet Schreiber.

Die beiden Kolleginnen nahmen den Hund, den sie „Remus“ tauften, im Tierheim als Fundhund auf. Dort wurde geprüft, ob er tätowiert und gechipt ist - beides nicht der Fall. Der Hund ist in einem sehr guten Pflege- und Ernährungszustand, männlich, nicht kastriert und circa vier Jahre alt.

Das Tierheim Cappel bittet um sachdienliche Hinweise, ob jemand am 25. Juli oder später im Bereich der Fundstelle in der Straße Bahnhaus nahe des Tierheims etwas gesehen hat, das zur Aufklärung der Situation beitragen kann. Hinweise unter Telefon 06421/46792 oder per E-Mail an tierheim@marburg.de

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