Der Biologe Professor Joachim Schachtner (links) und die Theologin Dr. Cornelia Richter.
Marburg. Das Präsidium der Philipps-Universität wird runderneuert. Nur Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne und die bisherige Vizepräsidentin und designierte Präsidentin Professorin Katharina Krause bleiben von der alten Besetzung. Krause hat das Vorschlagsrecht, um vier neue Vizepräsidenten-Posten zu besetzen. Bei der am Montag, 8. Februar, ab 14.15 Uhr in der Alten Aula anstehenden Wahl steht nun schon einmal die Besetzung von zwei Posten an. Wohl nur eine reine Formsache dürfte die Wahl des Psychologie-Professors Harald Lachnit werden, der als einziger Kandidat als Vizepräsident für „Studium und Lehre“ vorgeschlagen wurde.
Spannender wird es auf jeden Fall bei der zweiten Wahl. Denn für die Besetzung des von Krause neugeschaffenen Ressorts „Informations- und Qualitätsmanagement“ wurden der Uni-Wahlversammlung von Krause zwei Bewerber vorgeschlagen (die OP berichtete). Noch ist das Rennen offen: Sowohl Dr. Cornelia Richter (Evangelische Theologie) als auch Professor Joachim Schachtner (Biologie) sind als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität beschäftigt. In den vergangenen Wochen haben beide bei den wahlberechtigten Senatslisten für sich geworben
Schachtner (46) wird von der „Liste Sachlichkeit“ unterstützt. Mit einer dreiseitigen Presseerklärung wirbt die im Uni-Senat vertretene Liste für Schachtner. Seit 13 Jahren gehört der aus Bayern stammende Neurobiologe der Philipps-Universität an. Er ist Mitglied des Uni-Senats und gehörte zahlreichen weiteren Uni-Gremien an. „Beim Informations- und Qualitätsmanagement geht es um eine wichtige Weichenstellung an der Universität“, sagte Schachtner im Gespräch mit der OP. „Für dieses Ressort wird jemand benötigt, der diese Dinge einschätzen kann“. Für diese Aufgabe sieht sich Schachtner gut gerüstet, unter anderem seit Mai 2009 als Vorsitzender der Lenkungsgruppe Neue Medien an der Universität sowie durch seine Erfahrung in der wissenschaftlichen Verwendung der Informationstechnologie.
Schachtners Gegenkandidatin ist die Österreicherin Dr. Cornelia Richter (39), die der GEW-Liste angehört. Sie engagierte sich vor allem am Fachbereich Evangelische Theologie in der Gremienarbeit. Als Pluspunkt ihrer Bewerbung führt Richter vor allem ihre Zusatzqualifikation in rhetorischer Kommunikation an. Die bessere Darstellung der Universität nach außen und die Verbesserung der uni-internen Kommunikation sind zwei ihrer Kernziele. In einem zweiseitigen Papier listete sie ihre weiteren wichtigen Ziele auf, wozu wie bei Schachtner die Erneuerung beim System für das Campusmanagement gehört. Dabei setzt sie vor allem auf die Koordination der im Hochschulrechenzentrum vorhandenen Expertise.
von Manfred Hitzeroth
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