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Saufen, schreien, Stadtrallye: Anwohner wütend

Kritik an Erstsemestern Saufen, schreien, Stadtrallye: Anwohner wütend

Die Stadtrallyes und 
Partys im Zuge der Orientierungseinheiten zum 
 Semesterstart sind offenbar doch nicht so ruhig verlaufen, wie die 
 Veranstalter behaupten.

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„Die Familie soll geschützt werden“

Scherben, Müll und Ruhestörung: Zwischen Gerhard-Jahn-Platz und Robert-Koch-Straße häufen sich in der OE-Woche Probleme zwischen Studenten und Anwohnern.

Quelle: Foto: Björn Wisker

Marburg. Während Kritik in der Oberstadt in diesem Jahr milder ausfällt – „es ist viel besser gelaufen. Keine Ausziehspiele, keine herumstehenden Bierkästen. Die Appelle scheinen zu wirken“ (Christopher Moss, Ortsbeiratsmitglied) – rumort es im und rund um das Campusviertel.

„Saufen und schreien pausenlos vom Morgen des einen bis zum Morgen des anderen Tags: Es ist für viele Anwohner eine tagelang andauernde Einschränkung der Lebensqualität im Wohnviertel, das macht mich sauer“, sagt 
Willi Acker, der in der Savignystraße wohnt.

Auch bei geschlossenen Fenstern vergingen „keine drei Minuten ohne Lärm“, kein Tag ohne herumliegenden Müll. Die Neu-Studenten hätten keine Schamgrenze, urinieren neben den Schülern der Martin-Luther-Schule auf die Straße, den Gehweg oder in Hauseingänge, sagt Acker.

„Neben der ganzen Niveaulosigkeit dieser Sauftouren, sogar von jungen Frauen, werden Flaschen auf die Straße geworfen, womit Autos über Scherbenhaufen fahren“, sagt Boris Müller, der nahe des Hörsaalgebäudes wohnt. „Keinerlei Anstand ist da mehr vorhanden.

Verlagerung der 
Feier-Exzesse

Was daran gut sein soll, frage ich mich allen Ernstes“, ergänzt Acker. Es sei daher eine „bodenlose Frechheit“ seitens des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) zu behaupten, dass es keine Beschwerden über die „OE“ gebe. „Die Woche ist nur dafür gedacht, bis zum Umfallen zu saufen. Dass es sich hier auch um eine Wohngegend handelt, interessiert da wohl keinen“, sagt Acker.

Die Befürchtung der Anwohner zwischen Gerhard-Jahn-Platz und Robert-Koch-Straße: 
Es gibt eine Verlagerung der 
Feier-Exzesse von der Oberstadt ans Lahnufer. „Ausziehspiele 
vor dem HSG, Schnapskonsum, herumstehende Bierkästen: Es gibt einige Probleme 
und die sind auch fotografisch dokumentiert.

Einen Runden Tisch mit den Fachschaften muss und wird es wieder 
geben“, sagt Dr. Sabine Schock, Vorsitzende des Ortsbeirats Campusviertel. Man sei enttäuscht, dass sich einige Fachschaften nicht an die vorherigen Absprachen – speziell den Verzicht auf das Betrinken samt Ausziehspielen – gehalten hätten. Der Asta war gestern für 
eine Stellungnahme nicht erreichbar.

von Björn Wisker

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