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Sanierungen und mehr Solarzellen

Nordviertel Sanierungen und mehr Solarzellen

Die Stadt hat das neue Energiekonzept für das Quartier Nordstadt vorgestellt. Bis zu acht Prozent der geplanten Einsparungen sollen dort erzielt werden.

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Im Stadtverordnetensitzungssaal stellte unter anderem Bürgermeister Dr. Franz Kahle (rechtes Bild) das neue Energiekonzept für die Nordstadt vor.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Zuge der Klimaschutzmaßnahmen, die die Stadt seit einigen Jahren durchführt, soll nun auch die Nordstadt ihren Energieverbrauch verringern. Das Quartier Nordstadt umfasst große Teile der innenstädtischen Gebäude der Philipps-Universität, das Biegenviertel, die Elisabethkirche sowie Teile des Bahnhofsviertels.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle stellte gemeinsam mit Theo Pauly vom Energiereferat der Stadt und Daniel Oßwald vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement das im letzten Jahr entwickelte Konzept vor. Kahle stellte klar, Marburg müsse sich „in die weltweiten Bemühungen einreihen“, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu reduzieren. Man wolle sich keine Ziele setzen, die „sich von selbst erfüllen“, so der Grünenpolitiker. Trotz der Schwierigkeiten, die in der Nordstadt durch die vielen denkmalgeschützten Häuser (zum Beispiel in der Biegenstraße) entstehen, sehe er großes Potential für Energieeinsparungen.

Einsparungen durch weniger Tanklastzüge

Energiereferent Pauly wählte den Leitspruch „Negawatt statt Megawatt“ für seinen Vortrag. Die circa 16 Millionen Liter Heizöl - 500 Tanklastzüge, die in der Nordstadt jährlich verbraucht werden, sollen bis 2050 um 90 Prozent reduziert werden - 50 Tanklastzüge im Jahr. So könne man dem Klimawandel entgegenwirken, denn, so Pauly: „Wir sind die Kohlenstoffdioxid-Erzeuger - also sind wir auch hauptverantwortlich für die Reduzierung.“

Die genauen Pläne für diese Reduzierung erläuterte Diplom-Ingenieur Daniel Oßwald. So gehen die Überlegungen von einem Ausbau der Solarenergie über den Bau eines zweiten Wehrs am Afföller bis zu konkreten Plänen das Fernwärmenetz auszubauen. Letzteres wurde zuletzt vom Bund übernommen und soll künftig im Biegenviertel für Heizung sorgen.Ein weiterer Hauptbestandteil des neuen Energiekonzepts soll aber auch die Sanierung der Bauwerke in der Nordstadt sein. Trotz des Denkmalschutzes sollen hier Optimierungen vorgenommen werden, die für Energieeffizienz sorgen. Insgesamt soll das Energiekonzept für die Nordstadt fünf bis acht Prozent des Gesamtziels für die Energieeinsparungen der Stadt ausmachen.

von Melchior Bonacker

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