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SPD wiederholt den Wahlkampfstart

Parteitag SPD wiederholt den Wahlkampfstart

Der Wahlkampf wird weiblicher: Eine gute Landrätin muss sicher auf Gummistiefeln und Stöckelschuhen durch den Landkreis gehen, sagt Kirsten Fründt.

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Kirsten Fründt stellte sich auf dem Parteitag ausführlich vor. Foto: Anna Ntemiris

Marburg. „Warum brauchen wir als Marburger eine Landrätin? Wir haben doch den Egon”, fragte Thorsten Büchner, stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender der SPD, seine Interviewpartnerin Kirsten Fründt.

Der Chef hört mit

Formal war Kirsten Fründt am Freitagabend auf dem Parteitag in Elnhausen eine von 45 Delegierten, dennoch stand die Ockershäuserin im Mittelpunkt des Abends. Der Grund: Ihre Partei will sie ins Rennen für die Landratswahl schicken. „Da sitzt mein Chef. Ich muss aufpassen, was ich sage”, antworte Fründt. Ihr Chef ist Oberbürgermeister Egon Vaupel.

Der SPD-Politiker freut sich allerdings über die Bewerbung der Sportamtsleiterin, erklärte er gegenüber der OP. Als sie vor zweieinhalb Wochen vom Unterbezirksvorstand gefragt worden sei, ob sie kandidieren wolle, habe sie sich eingestanden, dass sie das könne und wolle, sagte sie. Und eigentlich sei diese Kandidatur die logische Schlussfolgerung aus ihrer Biografie. Der Name des Amöneburgers Michael Richter-Plettenberg, der seine Kandidatur überraschend zurückgezogen hatte, fiel in Elnhausen kein einziges Mal.

Zeit für eine Frau an der Spitze des Kreises

Als Marburgerin möchte sie die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis verbessern, so Fründt. Und es sei an der Zeit, dass eine Frau an der Spitze des Kreises stehe, so der Tenor des Parteitags.

Die Vorsitzende des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen Theresa Jacoby sprach in einem Satz an, dass es nach Richter-Plettenbergs Verzicht auch kritische Stimmen an der Basis gibt: „Kirsten Fründt ist kein Notnagel und auch kein Lehrling”. Jacoby stellte die Stärken der berufstätigen 46-jährigen Mutter heraus.

Entsprechend selbstbewusst präsentierte sich Fründt, die gelernte Gärtnerin und Agrarwissenschaftlerin, die mit Gummistiefeln und Stöckelschuhen als Landrätin eine gute Figur machen will. Auf dem Unterbezirksparteitag am 29. Juni soll sie offiziell nominiert werden. Die Marburger SPD stimmte bereits einstimmig für ihre Kandidatin - der Beschluss hat keine Entscheidungskraft und war symbolisch (die OP berichtete). „Feuer frei für den Wahlkampf“, hieß es von den Marburger Genossen.

von Anna Ntemiris

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