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SPD attackiert Bamberger

OB-Kandidatur SPD attackiert Bamberger

Zoff um die Elternzeit: Mitglieder der SPD und der Verein „Väteraufbruch“ kritisieren den designierten Oberbürgermeister-Kandidaten der CDU, Dirk Bamberger (42).

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OB-Wahl: Dirk Bamberger soll nach dem Willen der CDU-Parteispitze gegen SPD-Mann Matthias Acker antreten.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Der Konservative hatte zuletzt im Gespräch mit der OP gesagt, er wolle 2015 seinen Jahresurlaub und einen Monat der Elternzeit für den Wahlkampf verwenden.

Zwar sei der Verein dafür, dass auch Väter ein politisches Wahlamt bekleiden können. Aber: „Väter sollten sich mehr in der Familie engagieren und sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen. Wir sind daher irriteirt, dass sich Dirk Bamberger darauf einstellt, einen Monat seiner Elternzeit für seinen Wahlkampf zum OB zu verwenden. Wir fragen uns, ob hier nicht die Elternzeit, die der Familie und dem  Kind gehören soll, zweckentfremdet oder gar missbraucht wird“, schreibt Ralph Giesa, Vorstandsmitglied bei „Väteraufbruch“, in einem Leserbrief an die OP.

SPD-Mitglied Theresa Jacobi kritisierte bei ihrer Rede während der Vollversammlung: „Es ist schnell gesagt, Fami­lien stärken, etwas für diese machen zu wollen. Aber man muss das auch leben. Wofür ist die Elternzeit denn gedacht? Sie für Wahlkampf einzusetzen jedenfalls nicht“, sagt sie. Der SPD-Kandidat Matthias Acker hingegen habe sich – als er damals die Kommunalpolitik verließ – bewusst für Kinder und Familie entschieden.
CDU-Mann Bamberger äußert sich auf OP-Anfrage zu der Kritik: „Es wird nicht so sein, dass ich die Elternzeit für den Wahlkampf verwende. Ich habe nächstes Jahr zwar Elternzeit beantragt, die liegt definitiv aber in der Zeit nach dem Wahlkampf“, sagt er. Er habe sich offenbar „missverständlich ausgedrückt“. Die Äußerungen von Seiten der SPD seien trotzdem „ein Ausdruck parteipolitischer Verzweiflung“.

von Björn Wisker

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