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Russland fordert Agenten-Tausch mit Deutschland

Spionenpaar Russland fordert Agenten-Tausch mit Deutschland

Das verurteilte Michelbacher Ehepaar Anschlag kann offenbar auf eine Rückkehr nach Russland hoffen. Spekulationen um
einen Gefangenenaustausch verdichten sich.

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Quelle: Marijan Murat

Nach Informationen der russischen Zeitung „Kommersant“ strebt die Regierung in Moskau einen Agentenaustausch mit Deutschland an. „Wir werden die Unseren da rausholen“,
sagte ein anonymer Geheimdienstmitarbeiter in der gestrigen Ausgabe der Wirtschaftszeitung. Über einen Austausch der Spione mit Decknamen Andreas und Heidrun Anschlag werde bereits verhandelt. Das bestätigt der Verteidiger der Verurteilten,  Horst-Dieter Pötschke: Der Deal
könne jederzeit über die Bühne gehen.

Wahre Identität weiter unbekannt

Und es werden bereits Kandidaten gehandelt: Andrej Dumenkow und Waleri Michailow. Dumenkow sitzt seit 2006 wegen Spionage für Deutschland im Gefängnis. Der Russe soll versucht haben, geheime Daten aus der Raketenherstellung zu verkaufen. Michailow war Geheimdienstoffizier beim russischen FBS. Er wurde wegen Geheimnisverrats an die USA zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. „Kommersant“ berichtet, dass diese Namen bei Gesprächen zwischen Regierungsvertretern in der vergangenen Woche diskutiert worden seien. Zu den Austausch-
plänen wollten sich die deutschen Behörden gestern auf OP-Anfrage nicht äußern.Heidrun Anschlag wurde vor zwei Wochen von einem Stuttgarter Gericht zu fünfeinhalb, ihr Mann Andreas zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihre wahren Identitäten sind deutschen Behörden noch immer unbekannt.

von Björn Wisker

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