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Ruhestand für "Sonnenschein"

Anna Rosina Nebe Ruhestand für "Sonnenschein"

Mit einer großen Feier wurde die beliebtePflegedienstleiterin von zahlreichen Kollegenverabschiedet.

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Zahlreiche Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes, des Betriebsrates und der Stadt verabschiedeten sich von Pflegedienstleiterin Anna Rosina Nebe (links). Geschäftsführer Jörg Kempf (3. von rechts) lobte ihr herausragendes Engagement für die Altenhilfe.Foto: Ina Tannert

Marburg. Fast 40 Mitarbeiter, Patienten, Vertreter von Stadt und der Unternehmensführung versammelten sich am Mittwoch, um ihre geschätzte Kollegin Anna Rosina Nebe gebührend in den Ruhestand zu verabschieden.

Seit 23 Jahren war sie für die Marburger Altenhilfe Sankt Jakob tätig, lange Zeit als Pflegedienstleiterin des ambulanten Dienstes.

Fröhlich und auch emotional ging es auf der Abschiedsfeier zu. „Des einen Freud ist des anderen Leid“, beschrieb Geschäftsführer Jörg Kempf den Abschied der beliebten Mitarbeiterin. Deren Beruf sei schon immer auch ihre Berufung gewesen, sie habe seit fast 20 Jahren den ambulanten Dienst hervorragend und engagiert geleitet und sich immer für die Kunden der Altenhilfe eingesetzt.

Die heute 65-Jährige stand immer „auf der Sonnenseite des Lebens“, wissen ihre Kollegen, mit ihrer fröhlichen Art habe sie den Pflegedienst bis heute sehr bereichert.

Die gebürtige Emsdorferin wollte schon seit ihrer Jugend mit Menschen arbeiten und entschied sich früh für den Pflegebereich. Im Jahr 1972 legte sie ihr Examen als Krankenpflegerin ab, arbeitete viele Jahre in der Augenklinik der Universität und stieg dort zur leitenden OP-Schwester auf. Im Jahr 1991 wurde sie in der Altenhilfe als Abteilungsleiterin eingestellt. Kurze Zeit später absolvierte sie eine berufliche Weiterbildung und übernahm 1995 die Pflegedienstleitung. Dort baute sie erfolgreich den ambulanten Dienst auf.

Nicht nur im beruflichen, auch im sozialen, humanitären Bereich engagierte sie sich mit besonderer Leidenschaft, reiste gemeinsam mit Ärzten und Krankenpflegern unter anderem durch Ecuador, sammelte Spenden und unterstützte die Bevölkerung in den besonders verarmten Teilen des südamerikanischen Landes.

„Vor ihr ziehe ich den Hut“, lobte der Geschäftsführer seine langjährige Mitarbeiterin. Ihr wohlverdienter Ruhestand sei ein Verlust für das Pflegeheim. Sie war immer für ihre Mitmenschen da, mit Herz bei ihrem Beruf und der „Sonnenschein auf der Weide“, gratulierte auch Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Egon Vaupel (SPD) und dankte ihr für viele gute Jahre und große Leistungen.

Der Ehrengast des Tages bedankte sich gerührt für viele gute Wünsche, Geschenke und einen herzlichen Abschied. „Ohne mein hervorragendes Team wäre all das, was wir erreicht haben, niemals möglich gewesen“, sagte eine fast sprachlose Anna Rosina Nebe.

Für ihren Ruhestand hat sie sich einiges vorgenommen. Sie verlässt die Altenhilfe auch mit einem weinenden Auge, die Zukunft gehört jedoch ihrer Familie und ihren Hobbys, freute sich die frisch gebackene Rentnerin. Sie wird nun mehr Zeit für ihren Enkel haben und sich ausgiebig ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen, dem Tennis und dem Tanzen, widmen. Zudem reist sie leidenschaftlich gerne und will sich weiterhin die Welt ansehen.

von Ina Tannert

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