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Jahresbilanz

Rückblick auf turbulentes 2016

Was waren die wichtigsten Marburger Themen im abgelaufenen Jahr? Das wollen wir von den OP-Lesern bei unserer traditionellen Jahresbilanz-Aktion erfahren.
2016 war ein ereignisreiches Jahr - auch in Marburg. Die OP sucht DAS Thema und braucht dabei Ihre Unterstützung.

2016 war ein ereignisreiches Jahr - auch in Marburg. Die OP sucht DAS Thema und braucht dabei Ihre Unterstützung.

© Unsere Fotografen

Marburg. Das Jahr 2016 geht in die Endrunde. Zeit, Bilanz zu ziehen. Was waren die Themen, die in Marburg entscheidend waren? Wie jedes Jahr wollen wir auch gemeinsam mit den OP-Lesern bilanzieren. Zudem wollen wir einen kleinen Ausblick wagen und bitten Sie deswegen, uns Ihre drei Wünsche für das Jahr 2017 mitzuteilen.

Eine kleine Auswahl von Themen haben wir bereits vorgegeben: Zehn Themen waren aus Sicht der OP-Redaktion prägend für das Jahr 2016 in der Universitätsstadt. Besonders spannend wurde es in der Kommunalpolitik. Denn die Kommunalwahlen im März 2016 brachten eine unklare Gemengelage mit sich. Die Mehrheit für die rot-grüne Rathauskoalition ging dabei verloren. So ging das politische Rennen in Marburg aus: Die SPD blieb mit 18 Sitzen im Stadtparlament immerhin noch stärkste Partei, dicht gefolgt allerdings von der CDU (16 Sitze). Danach folgen die Grünen mit 9 Sitzen, die „Marburger Linke“ mit 8 Sitzen sowie die „Bürger für Marburg“ (3 Sitze), die FDP (3 Sitze), die „Marburger Bürgerliste“ (1 Sitz) und die „Piratenpartei“ (1 Sitz). Der einige Monate vor der Wahl als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand getretenen Egon Vaupel (SPD) neu gewählte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) kann aber auch am Jahresende nicht mit einer Koalition rechnen. Gleich mehrere „Jahresthemen“ ranken sich um die Kommunalpolitik.

Das sind die Redaktionsvorschläge:

  • Rathaus: Koalitions-Verhandlungen ohne Ergebnis.So heißt eines der von der OP vorgegebenen Themen.
  • Die unsichere Haushaltslage bereitet dem neuen OB und Kämmerer Spies einige Probleme. So verhängte er aufgrund eines Einbruchs bei den Gewerbesteuereinnahmen eine Haushaltssperre. Der von ihm im Herbst eingebrachte zweite Nachtragshaushalt fand allerdings keine Mehrheit.
  • Im Rahmen des von OB Spies propagierten Sparkurses gab es eine hitzige Debatte über die Erhöhung der Kita-Gebühren. Trotz Elternproteste wurden diese Gebühren dann erhöht.
  • Auch die Sanierung der im Sommer wiedereröffneten Marburger Stadthalle war weiterhin ein kontroverses Thema in der Stadtpolitik. Denn die Kosten für Sanierung und den Teilneubau sind immer weiter angestiegen und belaufen sich mittlerweile auf 43,3 Millionen Euro.
  • Auch um die auf Initiative der SPD derzeit auf Eis gelegte Sanierung der Weidenhäuser Brücke gibt es politische Kontroversen. So kritisieren die Grünen, dass dabei bereits bewilligte Fördergelder in Millionenhöhe nicht abgerufen werden. Zudem sei die Sanierung der Brücke über die Lahn aus baulichen Gründen dringend notwendig.
  • Mit viel Engagement und Herzblut kümmerten sich Mitarbeiter der Stadt und ehrenamtliche Helfer im Flüchtlingscamp im Marburger Stadtteil Cappel um Flüchtlinge. Doch nach dem Abebben der Flüchtlingswelle schloss das Land Hessen im Spätsommer diese Filiale der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen.
  • Wie wichtig Trinkwasser ist, wurde im Frühsommer des Jahres deutlich. Die Verunreinigung eines Trinkwasserbrunnens im Ostkreis durch Bakterien sorgte auch in Marburg dafür, dass wochenlang nur abgekochtes Wasser getrunken werden durfte.
  • In die überregionalen Schlagzeilen geriet Marburg im August, als der Waffenlieferant des Amokläufers von München in Marburg verhaftet wurde.
  • Stress an der Uni: Der eigentlich vom Organisator als Referent für den Auftaktvortrag beim „Studium Generale“ im Sommersemester vorgesehene Evolutionsbiologe Professor Ulrich Kutschera wurde aufgrund einer Intervention der Frauenbeauftragen kurzfristig von Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause ausgeladen.
  • Aufgrund seines „Wirkens als Uni-Kurator in der NS-Zeit“ hielt das Uni-Präsidium Ernst von Hülsen als Namensgeber des Hülsen-Hauses nicht mehr tragbar und benannte es in Kunstgebäude um.

An unserer Bilanz-Aktion können Sie hier teilnehmen.

von Manfred Hitzeroth

[Manfred Hitzeroth]

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