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Rudolphsplatz: Umgestaltung soll Ende des Jahres beginnen

Stadtplanung Rudolphsplatz: Umgestaltung soll Ende des Jahres beginnen

Der erste sichtbare Schritt bei der Umgestaltung des Rudolphsplatzes soll die Sanierung der Weidenhäuser Brücke werden, die voraussichtlich Ende des Jahres beginnt.

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Der Rudolphsplatz, ein Hauptverkehrsknotenpunkt Marburgs, soll in den kommenden Jahren umgestaltet werden.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Im September 2011 standen die Sieger des internationalen Ideenwettbewerbs für die Umgestaltung des Rudolphsplatzes fest. Seitdem passierte allerdings an einem der meistbefahrenen Verkehrsknotenpunkte der Stadt Marburg nichts. Das soll sich aber bald ändern, wie die OP auf Anfrage vom städtischen Baudirektor Jürgen Rausch erfuhr. „Mit der Sanierung der Weidenhäuser Brücke wollen wir Überlegungen aus dem Wettbewerb aufgreifen“, erklärte Rausch.

Eine Vorgabe der Stadt für den Wettbewerb war eine zusätzliche Fußwegeverbindung an der Brücke. Zudem sollten die Verkehrsflächen am Platz behindertengerechter gestaltet werden.

Tragfähigkeit der Brücke soll langfristig gesichert werden

Der Siegervorschlag des Architekturbüros Ferdinand Heide sieht auf der „unteren Ebene des Rudolphsplatzes“, wo jetzt noch auf einer Freifläche an der Lahn ein Brunnen steht, die Errichtung eines „Brückenhauses“ mit einem Neubau für die Stadtbibliothek. Zudem sollen die bisherigen, nicht barrierefreien Treppen und Unterführungen aufgegeben werden und stattdessen sollen großzügige zur Lahn ausgerichtetete Treppen gebaut werden.

In dem Projekt der Brückensanierung mit einem geplanten Finanzvolumen von 4,28 Millionen Euro geht es zum einen um eine grundlegende Sanierung der großteils maroden und verwitterten Sandsteinflächen, besonders an den Unterflächen der Gewölbe. Bereits in den Jahren 2001 und 2002 gab es eine erste Brückensanierung, bei der die Flusspfeiler stabilisiert wurden.

Mit Hilfe der Restaurierung soll die Tragfähigkeit der Brücke, die vom Rudolphsplatz stadtauswärts führt, langfristig gesichert werden. Dies geht aus den Unterlagen des Tiefbauamtes für die kommende Stadtparlamentssitzung hervor. Das Parlament wird in dieser Vorlage darum gebeten, der Entwurfsplanung für die Instandsetzung der Brücke zuzustimmen.

Außerdem gehört zu dem Sanierungskonzept auch der Bau eines Fußgängersteges, der an die Brücke als zweiter Gehweg angehängt werden soll. Dieser soll Fußgängern künftig auch den direkten Weg über die Brücke Richtung Stadthalle ermöglichen, ohne dass die Unterführung unter dem Rudolphsplatz genutzt werden muss. Der Start der Brückensanierung kann nach Angaben von Stadtbaudirektor Rausch wohl frühestens Ende 2014 erfolgen, und zwar dann, wenn die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes beendet ist. Zudem hängt der Beginn der Bauarbeiten auch davon ab, ob die erhofften Zuschüsse von Bund und Land Hessen erfolgen.

Kosten von 1,13 Millionen Euro veranschlagt

Noch einmal rund 1,13 Millionen Euro hat die Stadt für den Teilumbau des Rudolphsplatzes veranschlagt, Diese Kosten sollen für die Treppen nördlich und südlich des Brückenkopfes sowie für die Erneuerung von Fahrbahndecken, die Anlage von Radfahrstreifen und den Umbau der Einmündung „Am Grün“ ausgegeben werden.

Noch in weiter Ferne liegt die weitere Umsetzung des Siegerkonzeptes für den Rudolphsplatz, was den Bibliotheksbau betrifft. Rausch schätzt, dass eine Umsetzung dieser Idee eher „langfristig“ erfolgen könne, also in einem Zeitfenster zwischen fünf und zehn Jahren. Mitentscheidend dafür ist auch, ob Fördergelder für dieses Projekt in ausreichender Höhe zugesagt werden. Rausch betonte auf Anfrage der OP, dass die grundsätzliche Idee jedenfalls nicht ad acta gelegt worden sei. Bereits im Sommer dieses Jahres werden von den Stadtwerken rund um den Rudolphsplatz unterirdisch neue Gas- und Wasserleitungen verlegt. Für das Gesamtprojekt der Brückensanierung und des Teil­umbaus des Rudolphsplatzes wird eine Bauzeit von zwei Jahren veranschlagt.

  • Das Konzept für die Brückensanierung und den Teilumbau des Rudolphsplatzes steht auf der Tagesordnung im Umweltausschuss am Dienstag, 6. Mai, ab 18 Uhr im Bauamt (Barfüßerstraße 50) sowie im Bau- und Planungsausschuss am Donnerstag, 8. Mai, ab 18 Uhr in der Cafeteria der Martin-Luther-Schule in der Savignystraße 2.

von Manfred Hitzeroth

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