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Roter Lichtregen und fulminante Blitze

Marburger Himmelsleuchten Roter Lichtregen und fulminante Blitze

Mehrere Tausend Gäste verfolgten das 4. Marburger Himmelsleuchten: Das Feuerwerk dauerte eine halbe Stunde lang.

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Das Feuerwerk neben der Stadtkulisse (großes Bild). Großer Andrang herrschte am DVAG-Gelände (kleines Bild). Fotos: Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Exakt 30 Minuten zum Himmel schauen und staunen: Das machten am Freitagabend mehrere Tausend Menschen, ob auf der Brücke in der Bahnhofstraße, auf dem Gelände rund um die DVAG-Holding oder auf den Afföllerwiesen, wo das Feuerwerk gezündet wurde. Die Musik dazu, die Vila-Vita-Geschäftsführer Michael Hamann ausgewählt hatte, erklang aus Lautsprechern in der Anneliese Pohl Allee.

Himmelsleuchten Marburg. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Das 4. „Marburger Himmelsleuchten“ war größer, imposanter, emotionaler als in den Vorjahren. Vielleicht lag dies an der Musik: Mit „The man with the harmonica“ aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ fiel der erste rote Lichtregen vom Himmel. Wer eben noch flanierte, in seine Bratwurst biss oder plauderte, war jetzt still. Das Kopfkino begann. Zur Musik von „House of Cards“, eine bekannte US-Serie, sprudelten rot-blaue Sterne - oder waren es Punkte? Die Vorstellungskraft, die Fantasie spielte mit. Einmal war der Himmel so hell erleuchtet, dass man kurz blinzeln, die Augen schließen musste.

Die Feuerwerke boten in Kombination mit Filmmusik Dramatik bis Romantik: Aus den Rauchwolken kam Farbregen, aus dem Boden schossen Blitze - so könnte man einige fulminante Effekte beschreiben. Rote Herzen fielen vom Himmel, auch mal kopfüber. Und wie im Vorjahr kam zum Schluss das Lied „Auf uns“, diesmal nicht von Andreas ­Bourani, sondern vom Mädchenchor „Scala and Kolacny“. DVAG-Vorstand Andreas Pohl, der das Feuerwerk mit seiner Familie aus nächster Nähe verfolgte, war begeistert.„Das machen wir auch nächstes Jahr wieder“, kündigte er an.

Die Idee für das Feuerwerk im Nordviertel hatte vor vier Jahren sein Vater, der inzwischen verstorbene DVAG-Gründer Dr. Reinfried Pohl. Dass von Jahr zu Jahr mehr Menschen zum DVAG-Gelände kommen, um das „Himmelsleuchten“ zu erleben, freue ihn besonders, sagte Andreas Pohl der OP. Geöffnet war an dem Abend auch das Congresszentrum und die dortige Michael-Schumacher-Ausstellung, die viele Menschen vor dem Feuerwerk besuchten.

Die Stadt Marburg hatte sich im Vorfeld auf einen größeren Andrang vorbereitet: Stunden vor dem Feuerwerk war die Pohl-Allee für den Verkehr gesperrt worden. Mitarbeiter des Ordnungsamts waren an der Kreuzung zwischen Hauptbahnhof und Ernst-Giller-Straße präsent und regelten den Verkehr, denn zeitweise waren viele Menschen auf der Bahnhofstraße.

von Anna Ntemiris

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