Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Rotarier unterstützen Waisen-Projekt

Spende Rotarier unterstützen Waisen-Projekt

Eine Spende des Rotary Clubs Marburg in Höhe von 10000 Euro nahm gestern Schwester Arnoldis vom Projekt einer Aidswaisen-Schule im ostafrikanischen Staat Malawi in Empfang.

Voriger Artikel
Droge und Heilpflanze zugleich
Nächster Artikel
"Schlüssel weg oder ich stech‘ dich ab"

Schwester Arnoldis (rechts) nahm den Spendenscheck des Rotary Clubs Marburg in Höhe von 10 000 Euro entgegen von Kurt Wengenroth (von links), Dr. Christa Blank, Regina Leimbach, Herbert Köller und Professor Bernhard Maisch. Foto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Kinder, die durch die Aidserkrankung ihrer Eltern zu Waisen werden, sind eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent. Ein Schlüssel für ihr menschenwürdiges Überleben kann eine bessere Bildung sein. Deswegen übergaben Vertreter des Rotary-Clubs Marburg gestern in Marburg eine Spende in Höhe von 10000 Euro, die einer privaten Grundschule in der malawischen Stadt Madisi zugutekommt, in der bis zu 70 Prozent der Schüler Aidswaisen sind.

Madisi befindet sich 80 km nordöstlich der Hauptstadt Lilongwe in Malawi, einem der ärmsten Länder in Afrika. Seit 1984 engagiert sich dort die Kongregation der Franziskanerinnen aus Salzkotten. In Ergänzung des zunächst errichteten Hospitals entstand dort die St. Francis Schule auf Initiative von Schwester Klara, die seit 30 Jahren für die Kongregation gemeinnützig in Malawi arbeitet.

Seit 15 Jahren werden an der Schule etwa 80 Kinder unterrichtet. Mittlerweile sind es bereits 1200 Schüler. Unterrichtet werden sie durch zwei Ordensschwestern aus Salzkotten, drei Franziskanerinnen aus Indonesien und mehrere junge einheimische Lehrer. Seit jüngster Zeit werden sie auch durch Missionare auf Zeit für jeweils ein Jahr vor Ort unterstützt. Über den Unterricht hinaus ermöglichen die Schwestern den 1200 Kindern täglich eine Schulspeisung - oft die einzige warme Mahlzeit, die die Kinder erhalten. Das Gemüse hierfür wird im eigenen Schulgarten angebaut.

Dieses Engagement wird belohnt: die St. Francis-Schule ist heute die zweitbeste Grundschule in Malawi. Weil die Schule keine staatlichen Zuschüsse erhält, ist sie allein auf die gemeinnützige Arbeit der Franziskanerinnen und auf Spendengelder angewiesen. Diese Spenden sind insbesondere notwendig, um den begabten Schülern den Besuch der kostenpflichtigen Oberstufe zu finanzieren.

Diese für Malawi überlebenswichtigen Investitionen unterstützt der Rotary-Club Marburg mit10 000 Euro, die sich aus eigenen Spendenmitteln und einer Zuwendung des Rotary-Distrikts Hessen speisen.

Große Freude beiSchwester Arnoldis

Mit großer Freude nahm Schwester Arnoldis als Vertreterin der Kongregation der Franziskanerinnen die Spende aus den Händen der ehemaligen Rotary-Club-Präsidentin Regina Leimbach entgegen. „Diese Unterstützung durch die Rotarier ist für uns nicht nur von materiellem Wert. Sie signalisiert uns auch, dass unsere Kinder nicht vergessen sind und ermutigt uns, in Malawi dazu beizutragen, dass es langfristig aufwärts geht“, sagte Schwester Arnoldis.

Ganz konkret soll die Geldspende für drei Projekte verwendet werden: Für die Schulkinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren sollen Moskitonetze angeschafft werden. Ihnen soll mit dem Geld ermöglicht werden, eine weiterführende Schule zu besuchen. Zudem soll auch ein neues Projekt finanziert werden, das eine handwerkliche Berufsausbildung mit in Gang bringt. Den Anstoß zur Marburger Spendenaktion hatte Dr. Christa Blank aus Dresden gegeben, die schon seit einigen Jahren das Projekt in Malawi mit Spendenaktionen unterstützt.

Für die Idee hatte sie zunächst Kurt Wengenroth vom Rotary-Club Marburg begeistert. Wengenroth war kürzlich selbst in Malawi, um sich vor Ort ein eigenes Bild von der Lage zu machen. Er zeigte sich beeindruckt sowohl von der dort geleisteten Arbeit, als auch von der Herzlichkeit und der Dankbarkeit der Menschen, denen er in Madisi begegnet war.

Er betonte, dass soziales Engagement Ländern, die unserer Hilfe bedürfen, ein wichtiges Anliegen der Marburger Rotarier sei.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr