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Rot-Rot-Grün ist Grünen-Option

Koalition im Stadtparlament Rot-Rot-Grün ist Grünen-Option

Noch lässt der Beginn der Sondierungsgespräche auf sich warten: Nach Angaben des wiedergewählten Grünen Fraktionschefs Dietmar Göttling haben die Vertreter des langjährigen Koalitionspartners SPD den Grünen rund anderthalb Wochen nach der Kommunalwahl noch kein Gesprächsangebot gemacht.

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Grünen-Fraktionschef Dietmar Göttling würde im Marburger Stadtparlament gerne eine rot-rot-grüne Koalition sehen.

Marburg. Das sagte Göttling der OP am Dienstag auf Anfrage. Die seit 19 Jahren in Marburg regierende rot-grüne Rathauskoalition hat seit der Wahl am 6. März keine Mehrheit mehr.

Angesprochen auf mögliche neue Koalitionsvarianten, favorisiert Göttling eine Zusammenarbeit von SPD und Grünen mit der „Marburger Linken“, also Rot-Rot-Grün. Diese Konstellation hält Göttling für erfolgversprechender als eine Zusammenarbeit von SPD und Grünen mit den „Bürgern für Marburg“ (BfM). Nicht vorstellen kann sich der Grünen-Fraktionschef hingegen eine Koalition, in der neben seiner Partei auch die Marburger CDU oder die Marburger FDP vertreten sind.

„Das ist schon ein bisschen seltsam“, meint Dietmar Göttling ( Foto: Heiko Krause). Der am Montagabend von der von 13 auf 9 Abgeordneten geschrumpften Grünen-Fraktion wiedergewählte Fraktionschef zeigte sich auf Anfrage der OP verwundert darüber „dass wir von der SPD noch nichts gehört haben“. Denn zumindest in Sachen rot-grüner Zusammenarbeit geht es rund anderthalb Wochen nach der Kommunalwahl nicht voran.

Noch gibt es nach Göttlings Angaben kein Gesprächsangebot vonseiten der SPD an die Grünen, was die Sondierung von Koalitionsverhandlungen angeht –  und das, obwohl Rot-Grün in den vergangenen 19 Jahren ununterbrochen gemeinsam im Marburger Rathaus regiert hat. Ein Gespräch anzubieten, sei aber nach den parlamentarischen Gepflogenheiten eindeutig die Aufgabe der Sozialdemokraten, meint Göttling. Denn die SPD sei auch nach der Wahl vom 6. März mit 18 Sitzen  immer noch die stärkste Partei im Parlament. Für mögliche Koali­tionsverhandlungen hat Göttling eine Lieblingsoption: Rot-Rot-Grün.

„Uns wäre die Zusammenarbeit mit der Linken am liebsten“, sagt Göttling. Denn die Mehrheit in dieser Konstellation sei deutlich breiter als eine Koalition von SPD und Grünen mit den Bürgern für Marburg (BfM), die mit 30 von 59 Sitzen nur über eine hauchdünne Mehrheit verfügen würde.

Eine Absage erteilte Göttling einer Kooperation mit der CDU, die in Marburg „zu rechts“ sei, und einer Zusammenarbeit mit der FDP. Personell haben die Grünen nun eine Doppelspitze: Neben Göttling zählt auch Elke Neuwohner zum Fraktionsvorstand. Stellvertreter ist Hans-Werner Seitz.

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von Manfred Hitzeroth

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