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Ronhäuser vergraben eine Zeitkapsel

725-Jahr-Feier Ronhäuser vergraben eine Zeitkapsel

Das ereignisreiche Festjahr zum 725-jährigen Bestehen von Ronhausen ist zu Ende gegangen. Zur Erinnerung ruhen nun Relikte aus dem Gedenkjahr in der Erde.

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100 Ronhäuser feierten mit einem Helferfest den Abschluss eines ereignisreichen Jubiläumsjahres. Als Erinnerung für künftige Generationen an das 725. Dorfjubiläum vergruben die Ronhäuser rund um Ortsvorsteher Georg Schnell (rechts) eine Zeitkapsel.

Quelle: Ina Tannert

Ronhausen. Eine Flasche Wein von 2015, die aktuelle Ausgabe der OP sowie 725 Centstücke – diese Relikte aus dem Jubiläumsjahr vergruben die Ronhäuser am Samstag im Garten des Bürgerhauses. Dort warten die Erinnerungsstücke darauf, von künftigen Generationen entdeckt zu werden.

Damit die es nicht allzu schwer haben, wurde ein Gedenkstein samt Aufschrift über der Rohrhülse, welche die Zeitkapsel enthält, angebracht. Genau 365 Tage war es zu diesem Zeitpunkt her, als die Bewohner ihr Jubiläumsjahr am 10. Januar 2015 begannen. Zum krönenden Abschluss feierten die Bewohner noch einmal ein Helferfest im Bürgerhaus, verteilten jede Menge lobende Worte und verfolgten gemeinsam bei Kaffeetafel, Cocktails und Bratpartie einen bildreichen Rückblick auf das Gedenkjahr.

Und das hatte einiges zu bieten, war „einfach nur fantastisch“, so das Fazit von Ortsvorsteher Georg Schnell. Neben der Einweihung der neuen Jubiläumstafel Anfang des Jahres fand im April ein großer Grenzbegang statt, dem sich rund 100 Ronhäuser anschlossen. Als Höhepunkt des Jahres veranstalteten die Bewohner ein dreitägiges Festwochenende im Juni mitsamt Konzert, Festakt und historischer Ausstellung über die Geschichte des Stadtteils, der im Januar 1290 erstmals als „Roinhusen“ in einer Urkunde des Deutschen Ordens erwähnt wird. Das gesamte Jahr hindurch erinnerten zudem stets gepflegte Blumengrüße entlang der Ortsdurchfahrt an das Jubiläum. Das Engagement der stolzen Ronhäuser für ihr Gedenkjahr war enorm, rund 130 Helfer beteiligten sich an der Planung und Organisation – und das bei lediglich 220 Einwohnern.

„Dieses ereignisreiche Jahr wird uns in fantastischer Erinnerung bleiben – das Jubiläum hat die Dorfgemeinschaft noch mehr zusammengeschweißt“, lobte der Ortsvorsteher die Versammlung. Trotz aller anfänglicher Bedenken, ob das üppige Vorhaben „nicht eine Nummer zu groß sei“, könne man heute auf ein geradezu „märchenhaftes“ Festjahr zurückblicken.

„Das Dorf hat alle Pläne voll durchgezogen – von A bis Z“, zeigte sich auch Pfarrer Wolf Glänzer begeistert über das erfolgreiche Projekt. Neben den tatkräftigen Helfern erhielt der zwölfköpfige Festausschuss samt dem Ortsvorsteher ein dickes Lob für die geleistete Arbeit. „Alle haben toll mit angepackt, es ist klasse zu sehen, wie diese Dorfgemeinschaft funktioniert“, fand auch „Neubürgerin“ Anja Volke.

von Ina Tannert

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