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Rohbau beginnt in wenigen Wochen

Monatsbild: September Rohbau beginnt in wenigen Wochen

Auch nach dem Spatenstich in Anwesenheit von zwei Ministern schreiten die vorbereitenden Arbeiten für die Großbaustelle der Universität am Pilgrimstein voran.

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Der Erdaushub von der Großbaustelle der Uni am Pilgrimstein wird mithilfe von Lastwagen abtransportiert.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Vor wenigen Wochen gab es einen „großen Bahnhof“ mit geladenen offiziellen Gästen auf der Großbaustelle für die neue Marburger Universitätsbibliothek (UB). Sowohl Wissenschaftsminister Boris Rhein als auch Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (beide CDU) waren damals nach Marburg gekommen, um zusammen mit den Offiziellen von Stadt, Kreis und Universität den Startschuss für den Bau zu geben. Schon bald danach ging der Alltagsbetrieb auf der Baustelle auf Hochtouren weiter.

Die künftige Baugrube ist jetzt vollständig mit Bohrpfählen umgeben, sodass man vom Pilgrimstein aus schon die Konturen des künftigen Gebäudes erahnen kann. Doch noch steht der Erdaushub auf dem Programm. Insgesamt 40000 Kubikmeter Erdreich werden abgetragen und mit Lastwagen von der Baustelle abtransportiert, erläuterte Karlheinz Günther vom Hessischen Baumanagement der OP auf Anfrage.

Diese Arbeiten werden wohl noch drei bis vier Wochen lang dauern, bis die Bauarbeiten in eine neue Phase übergehen. Ende September oder Anfang Oktober soll nach dem bisherigen Stand der Planungen der Rohbau starten. Dann werden auch drei Baukräne auf der Großbaustelle aufgestellt. Mehr als 60 Bauarbeiter werden dort regelmäßig im Einsatz sein.

Insgesamt soll auf rund 18000 Quadratmetern der Neubau der Unibibliothek entstehen. Zusätzlich zu den Baukosten von 108 Millionen Euro investiert das Land Hessen noch rund sechs Millionen Euro für die Erstausstattung der Bibliothek, die einen Bestand von 2,5 Millionen Bänden aufnehmen soll.

Nicht nur die Uni-Leitung, sondern auch die Stadtoberen sind von der großen Bedeutung des Uni-Baus als Herzstück für den „Campus Firmanei“ im Lahntal überzeugt. Für Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) gehört der Bau der neuen UB „zu den wichtigsten Baumaßnahmen, nicht nur seit Jahrzehnten, sondern vielleicht sogar seit Jahrhunderten“.

Aus Sicht von Vaupel bietet der Neubau die Grundlage für einen historischen Stadtumbau, mit dem die Wissenschaft wieder zentral in die Stadt rücke. Die Arbeiten für den Neubau hatten 2012 mit dem Abriss der ehemaligen Uni-Frauenklinik begonnen. An der Stelle der Frauenklinik und des 2013 ebenfalls abgerissenen Schwesternwohnheims soll nun die UB gebaut werden, der den aus dem Jahr 1967 stammenden „Silberwürfel“ an der Marburger Stadtautobahn ersetzt.

von Manfred Hitzeroth

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