Die Pferdebesitzer sind von dem Virus beunruhigt. Doch die Ansteckungsgefahr sei nicht sehr hoch.
Marburg. Nachdem in den vergangenen Tagen Fälle der Pferdekrankheit „ansteckende Blutarmut“ in Fulda und im Lahn-Dill-Kreis bekannt geworden waren, kamen Veterinäre des Landkreises durch einen Kaufvertrag auf die Spur eines gleichfalls illegal aus Rumänien eingeführten Pferdes in Römershausen. Durch die anderen Fälle alarmiert, testeten sie das Tier, das keinerlei Symptome aufwies. Das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems, das zuständige Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, bestätigte die Krankheit. Nach den Angaben des heimischen Fachdienstes Veterinärwesen vom Dienstag wurde das Pferd bereits am Montag eingeschläfert.
Das zweite Pferd, das mit dem erkrankten Tier in einem Bestand lebt, war nicht von der Seuche befallen. Das gilt auch für alle anderen Pferde in Römershausen. Sollten die Veterinäre die Blutarmut noch bei einem weiteren Pferd nachweisen, so wird auch dieses Tier eingeschläfert werden müssen. Denn EIA – „ansteckende Blutarmut der Einhufer“ – ist eine unheilbare, virusbedingte Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe.
Die besorgten Pferdebesitzer weist der Landkreis darauf hin, dass die Ansteckungsgefahr bei der Blutarmut nicht sehr hoch sei. Sie sei keinesfalls vergleichbar mit anderen Erkrankungen wie etwa der Schweinepest oder der Maul- und Klauenseuche. Auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar.
von Carina Becker
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