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Ritterspiele und barocke Schokolade

Ausstellung "Stadt Land Schloss" Ritterspiele und barocke Schokolade

Das Marburger Schloss soll viel stärker als bisher ein Anziehungspunkt für Marburger und Touristen, für Kunstbeflissene und Kulturhistoriker werden.

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Was so ein echter Ritter ist, der hat einen Helm mit Visier, kann nur durch einen Schlitz sehen und hat an seiner Rüstung schwer zu schleppen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die Ausstellung „Stadt – Land – Schloss“, die bis zum 15. Januar 2017 läuft, ist, so formuliert es Uni-Präsidentin Katharina Krause, ein „Vorlauf“ für ein gemeinsames Nutzungskonzept von Stadt und Universität. „Das Landgrafenschloss soll ein neuer Magnet für die Präsentation von Kunst und Kultur der Stadt und des Landes werden.“

Im Jahr 2013 hatte eine „Schlosspotenzialstudie“ festgestellt, dass Stadt, Land und Universität die Chancen, die das Schloss bietet, nicht ansatzweise nutzen. Die dauerhafte Öffnung des Landgrafenschlosses für den Publikumsverkehr ist ein Mosaikstein in dem Bemühen, mehr Leben auf den alten Schlossberg zu bringen.

Am Sonntag wurde im Marburger Landgrafenschloss unter dem Titel "Stadt, Land, Schloss" eine Ausstellung zur Schlossgeschichte mit einem großen Fest eröffnet.

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„Die Ausstellung Stadt – Land – Schloss ist noch nicht die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Schlosses, aber eine wichtige Etappe“, sagte Hausherr Dr. Christoph Otterbeck, der Direktor des Universitätsmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Und Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach teilte mit, es gebe erste Kontakte mit dem Land über ein neues, publikumsfreundliches Nutzungskonzept. Bis zum Universitätsjubiläum 2017 könnte dies umgesetzt sein.

Dass sich die Anstrengung lohnen würde, zeigte gestern die Resonanz auf die Ausstellung und auf das parallel stattfindende Schlossfest. Ritter zum Anfassen, barocke Schokoladenherstellung, aber auch viele Ausstellungsstücke aus 1000 Jahren Alltagsgeschichte – wie etwa ein „Kleiekotzer“ –  haben gezeigt: Es ist gut, wenn in das Landgrafenschloss regelmäßig Leben einzieht. Schlossfest und Ausstellung lassen darauf hoffen.

von Till Conrad

Bericht über die Ausstellung Stadt – Land – Schloss folgt.

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