Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Ritterliches Uni-Duell auf der Lahn

Studentenspektakel Ritterliches Uni-Duell auf der Lahn

Gestern wurde eine uralte Fehde der mittelhessischen Uni-Städte ausgetragen: Um die Ehre ihrer Universität zu verteidigen, traten Studenten aus Marburg und Gießen im ritterlichen Lanzenduell gegeneinander an.

Voriger Artikel
Stadt toleriert drastischen Protest
Nächster Artikel
Von Lohra in die Schweiz gereist

Hunderte Studenten verfolgen das Student Boat Battle auf der Lahn.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Studenten traten dabei nicht hoch zu Ross, sondern in Ruderbooten gegeneinander an. Ziel war es, den Gegner in den Fluten der Lahn zu versenken. 24 tollkühne Studenten beider Universitäten traten dabei an – acht Teams à drei Mitspieler. Im Vorfeld wurden nur die besten Bewerber im Namen ihrer Stadt aufs Wasser geschickt. Ausgewählt wurden Teams, die schon bei ihrer Anmeldung gezeigt haben, dass sie ihre Alma Mater mit sportlicher Motivation und Kreativität ehrwürdig vertreten wollen.

Beim Red Bull Student Boat Battle duellierten sich 24 Gießener und Marburger Studenten auf Ruderboote.

Zur Bildergalerie

So etwa die „Marburger Einhörner“, die mit dem Motto „Warum ein Hengst sein, wenn Frauen Einhörner lieben?“ Elena Hofmann und ihre Kollegin Sabrina Mayer von RedBull Deutschland, dem Veranstalter des Student Boat Battles, überzeugten. Auch das Team „Lahnrabbits“, die im Hasenkostüm zu dem Battle gekommen waren, kam nicht nur bei den Veranstaltern, sondern auch bei dem Publikum gut an, das sich am Lahnufer und den beiden Unibrücken ausgebreitet hatte, um das Spektakel zu verfolgen. Die Sport- und Pharmaziestudenten Alexander, Christian und Andreas traten bereits zum dritten Mal bei dem Battle an. „Es macht einfach total Spaß“, sagt Lanzenträger Alexander, der sich, wie seine Teammitglieder, nach einer heißen Performance sein Hasenkostüm vom Leib riss und sich in einem roten, hautengen Kostüm präsentierte. Das Outfit der Teams wurde übrigens ebenfalls bewertet und mit einem gesonderten Kreativitätspreis belohnt.

Bunt gemischte Jury

„Die Teilnehmer des Red Bull Student Boat Battle müssen clever, mutig und kreativ sein und vor allem über sich selbst lachen können“, so Hofmann.

Alle Teams bestanden aus zwei Ruderern und einem Lanzenträger. Pro Durchgang steuerten immer zwei Ruderboote aufeinander zu. Wer den gegnerischen Lanzenschwinger innerhalb von zwei Minuten als erstes in die Lahn stieß, kam eine Runde weiter.
Blieben die Lanzen trocken, entschieden die Juroren anhand des Zuschauerzuspruchs und der Gesamtperformance, welches Team weiterkommt.

Zu der Jury gehörten neben der Vizeweltmeisterin im Wake­boarden Vanessa Weinhauer und Dr. Steffen Mehl, Sportdozent an der Universität Gießen, auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne), der sichtlich Spaß beim Zusehen und der Verteilung der Punkte hatte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Radiomoderator Marvin Fischer, der dem Publikum ordentlich einheizte.

Bis ins Finale schafften es die „Gießener Affenkammer“, die ihren Gegner, die Gruppe „Peach“, schließlich besiegte und sich nun auf ein Wochenende inklusive VIP-Tickets für die Hip Hop Open, eine große Musikveranstaltung in Stuttgart, freuen darf.

von Ruth Korte

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr