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Richtsberger feiern überall

Fasching Richtsberger feiern überall

Fast alle Stadtteilgemeinden waren aktiv vertreten: Unter der Flagge von Jack Sparrow hieß es „Leinen los“.

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Tanzdarbietungen kamen beim Publikum gut an.

Quelle: Sigrid Noll

Richtsberg. Die beiden Tanzmariechen des FMK, Mandy Braun und Lara Hofmann eröffneten am Freitagabend die Faschingssitzung unter dem Motto „Ob Hafenfest, ob Karneval, der Richtsberg feiert überall“ so schwungvoll, dass sie das Publikum mit der höchsten Beifallsbekundung belohnte.Zuvor hatten Prinz Thomas III. und Prinzessin Silvia I. samt Hofstaat feierlich Einzug gehalten.

Ein halbes Jahr hatte das Team des Festausschusses Marburger Karneval (FMK) unter der Leitung ihres Präsidenten Friedel Reinhard diesen Abend vorbereitet, der von der Zweiten Vorsitzenden der Richtsberggemeinde, Britta Stöckner, moderiert wurde. Fast alle Stadtteilgemeinden waren aktiv vertreten: Unter der Flagge von Jack Sparrow hieß es „Leinen los“ mit dem Piratentanz der Afföller Tanzgarde, die ihr Können später noch einmal mit einem Showtanz zeigten.

Showtanz zeigte.Die Tanzgarde des FMK begeisterte ihre Zuschauer trotz der vom Verletzungspech ausgedünnten Besetzung.

Die Girls der „Crazy Sisters Hansenhaus“, in deren Reihen sich auch ein Mann geschmuggelt hatte, sorgten mit ihren Handtaschen und „knackigen Hintern“ für gute Stimmung. Und die Herren der „Orten­föller“ bekamen nach einer teilweise akrobatischen Dschingis-Khan-Darbietung mit Kosakeneinlage für ihre zweite Nummer orientalische Unterstützung von der Bauchtänzerin Marina.

Der „Strohwitwer“ Jörg Schöffmann, der durch den Kuraufenthalt seiner Gattin eine unfreiwillige Fastenzeit durchleiden musste, berichtete dem Publikum von seinen vergeblichen Bemühungen, etwas Essbares in der Küche zuzubereiten. Doch weder das Frühstücksei, das auch nach einer Stunde Kochzeit immer noch nicht weich werden wollte, noch die mit dem Feuerlöscher „abgelöschte“ Sauce waren nach seinem Geschmack.

Natürlich durften auch die Finalisten des „Grand Prix der Strammen Waden 2011“, die „Bismarckheringe Hansenhaus“ mit ihrer Mission „Rettet die Erde“ nicht fehlen. Welchen Platz die Astronauten-Crew bei dem hessischen Wettbewerb belegt hat, kann man heute Abend um 22.45 Uhr im HR-Fernsehen erfahren, die Hansenhaus-Gemeinde lädt dazu in ihr Gemeinschaftshaus ein.

Dass die Marburger Karnevalisten keine Nachwuchssorgen haben, bewiesen die „FMK-Kids“, die mit bunten Kostümen bravourös ihren allerersten Auftritt hinlegten. Die Jüngste von ihnen war Lisa-Marie Sommer, mit sechs Jahre allerdings schon ein alter Faschingshase – sie war bereits vor drei Jahren als Hofdame im Prinzengefolge dabei. „Und das ist das Schöne beim karnevalistischen Urgedanken: Die Kleinen werden langsam von den Größeren herangeführt. Wir sind generationenübergreifend,“ fasste der Präsident der Ketzerbachgesellschaft, Teddy Scharlau, eine gelungene Veranstaltung zusammen.

von Sigrid Noll

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