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Richtsberg soll lebenswerter werden

Alkoholbverbot und öffentliche Toiletten Richtsberg soll lebenswerter werden

Die Bürgerinitiative „Unternehmer am oberen Richtsberg“ und der Ortsbeirat Richtsberg setzen sich mit einer Unterschriftenaktion für eine Verbesserung der Lebensumstände und Außenwirkung ihres Stadtteils ein.

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Der Marburger Stadtteil Richtsberg soll wieder lebens- und liebenswerter werden. Das haben sich eine Bürgerinitative und der Ortsbeirat zum Ziel gesetzt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nadine Sisamci wollte sich selbständig machen. Mit ihrem eigenen Frisörsalon, der mit seinem Namen an einen berühmten Süßwarenhersteller erinnern lässt. Nach eingehender Standortsuche entschied sie sich schließlich ihren „Haaribo“-Salon im modernen Einkaufszentrum am oberen Richtsberg in Marburg aufzubauen. Etabliert hat er sich mittlerweile, der kleine Frisörsalon. Die Kunden kommen gern und Nadine Sisamci darf zurecht stolz auf sich sein. Doch das Lächeln in ihrem Gesicht erlischt, wenn sie vom Image ihres Stadtteiles erzählt.

Das Pinkel-Problem

Davon, dass es sich Betrunkene im Einkaufszentrum gemütlich machen und im Anschluss an unangemessenen Stellen urinieren Auch anderen Unternehmer am oberen Richtsberg denken so und haben deshalb eine Bürgerinitiative gestartet. Listen haben sie nicht nur im „Haaribo“ sondern beispielsweise auch in der Behring-Apotheke ausgeteilt, in der Kunden und Einwohner des Stadtteils Richtsberg sich mit einem Aufruf an den Marburger Magistrat dafür aussprechen, den Verhältnissen endlich ein Ende zu setzen.

Ein Alkoholverbot fordern sie zum Beispiel, da „alkoholisierte Personen die Kundschaft abschrecken“, wie es Erika Hermann schon einmal in einem Gespräch mit der OP betont hatte.

Die Bürgerinitiative stieß im Richtsberg auf breite Zustimmung. 890 Personen haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Aufruf für mehr Sauberkeit und Ordnung solidarisiert. Das ist in Augen der Bürgerinitiative genug Grundlage für einen weiteren Handlungsbedarf, sodass sie auf der 18. Sitzung des Ortsbeirats Richtsberg ihre Initiative vorgestellt und um weitere Unterstützung gebeten haben.

Öffentliche Toiletten und Alkoholverbot

Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic begrüßt die Initiative, schon lange arbeite der Ortsbeirat schließlich dafür den „Richtsberg (wieder) liebens- und lebenswert zu gestalten“. Auch Maßnahmen, die dafür getroffen werden könnten, wurden diskutiert. Vom Alkoholverbot über die Bereitstellung von öffentlichen Toiletten und nicht zuletzt den Einsatz von Streetworkern, die sich mit den Ursachen des Alkoholkonsums im Marburger Richtsberg und sich weniger mit Verboten als mit den Menschen beschäftigen.

Konkret geplant ist zunächst allerdings erst mal eine Ortsbegehung mit dem Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel, dem Ortsbeirat, der Ortspolizei und nicht zuletzt natürlich der Bürgerinitiative „Unternehmer am oberen Richtsberg“, die frischen Wind in die fortlaufenden Bemühungen zur Veränderung der sozialen Verhältnisse im Marburger Brennpunkt gebracht hat.

von Katharina Meyer zu Eppendorf

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