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Richtsberg feiert sich und seine Gäste

Feierstimmung im Stadtteil Richtsberg feiert sich und seine Gäste

50 Jahre Richtsberg: Mehr als 1000 Gratulanten haben die Geburtstagsparty besucht.

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Tanzeinlagen in der Lepiziger Straße.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Kettcars, Kinderschminken, Klamauk: Das Straßenfest sorgte am Samstag für super Stimmung im Stadtteil. „Einfach schön hier“, sagte etwa Tammy Neumann, die mit Freundinnen zum feiern gekommen war. Ali Kaderi mit Freundin Hola Alam und Sohn Milad feierten ebenfalls, zogen vor einem Jahr in den Stadttei. Die Familien der beiden kamen aus Afghanistan, Ali und Hola studierten in Marburg Jura. „Wir sind hier absolut zufrieden und freuen uns über das tolle fest“, sagt Mutter Hola.

Der Richtsberg sei „eine sehr aktive, multikulturelle Gemeinde“, sagt Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic. „Wir können uns glücklich schätzen, hier ein so positives Beispiel für Integration zu sehen“, ergänzt Oberbürgermeister Egon Vaupel.

50 Jahre Richtsberg - das muss gefeiert werden - und zwar mit einem bunten Straßenfest, zu dem am Samstag mehr als 1000 Besucher kamen. (Fotos: Florian Gärtner)

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Auf der Hauptbühne gab es indes ein abwechslungsreiches Programm, die Kinder der Astrikd-Lindgren Grundschule zeigten Chor- und Theatervorstellungen, andere präsentierten Bauchtanz und viele weitere unterhielten die Besucher mit Musik in verschiedenen Sprachen. „Wir hätten noch Programm bis in die Nacht hinein machen können. Aber das passt nicht so recht zu einem Familienfest“ sagte Lotz-Halilovic.

Vielfalt wurde auch bei den Ständen geboten - vor allem beim Essen zeigte sich die kulturelle Mischung, die den Stadtteil prägt. Die sozialen Probleme am Richtsberg scheinen zusehends zu verblassen, „wir sind zufrieden damit wie sich alles entwickelt hat, die Jugendlichen, die einst hier her kamen, haben mittlerweile ihre neue Identität gefunden,“ sagt Peter Schmittdiel vom Jugendamt.

Diesem Eindruck schloss sich auch Irina Gaganidze an, die als freiwillige Polizeikraft in Uniform auf die Sicherheit des Straßenfestes achtete: „Ich wohne jetzt seit zwölf Jahren hier, davon bin ich vier Jahre als freiwillige Polizistin tätig und habe mich dabei auch bei solchen Großveranstaltungen immer wohl gefühlt.“ Nach Veranstalterangaben waren mehr als 1000 Besucher zu Gast.

von Marcus Hergenhan

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