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Richtsberg feiert halbes Jahrhundert

Stadtteil-Jubiläum Richtsberg feiert halbes Jahrhundert

Der Richtsberg ist als jüngster Stadtteil quasi das „Nesthäkchen“ unter den Marburger Stadtteilen. Jetzt wird er aber auch schon 50 Jahre alt - und der Geburtstag wird groß gefeiert.

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Die Leipziger Straße wird am Jubiläumstag, für den mit einem Plakat geworben wird, gesperrt und zur „Festmeile“ erklärt.Foto: Nadine Weigel

Marburg. Mit 9000 Einwohnern ist der Richtsberg der größte der Stadtteile und bietet Menschen vieler Nationalitäten eine Heimat. Entsprechend bunt ist das Programm am Samstag, 24. Mai, wenn der Richtsberg sein 50-jähriges Jubiläum begeht. In relativ kurzer Zeit - der Festausschuss hat seine Arbeit erst im Januar aufgenommen - haben etwa 20 Vereine und Initiativen ein umfangreiches Angebot zusammengestellt.

Schon am Abend des 23. Mai kann man sich in nostalgische Stimmung bringen, wenn der Verkehrs- und Verschönerungsverein Marburg ab 19.30 Uhr in den Räumen der Richtsberg-Gemeinde den Film „Der Blaue Bock in Marburg“ zeigt. Die Unterhaltungssendung mit dem jüngst verstorbenen Heinz Schenk wurde in den 80er Jahren in Marburg gedreht, der „Blaue Bock“ selbst wurde in der Sporthalle am Richtsberg ausgerichtet.

Kostenloser Shuttle-Bus

Das eigentliche Fest beginnt am 24. Mai um 15 Uhr und wird von seinem Schirmherrn, Oberbürgermeister Egon Vaupel, und Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic eröffnet. Die Leipziger Straße wird gesperrt und zur „Festmeile“ mit vielen Ständen, einem Flohmarkt und Spielangeboten. Auch die Festbühne steht dort.

Ab 14.30 Uhr fährt ein kostenloser Shuttle-Bus von den Parkplätzen am Schulcampus in der Sudetenstraße und vom Landratsamt Im Lichtenholz zur Leipziger Straße. Der Bus wird vom Verein Omnibusfreunde Marburg und den Stadtwerken zur Verfügung gestellt und ist etwa so alt wie der Richtsberg.

Über die Entstehung und die Geschichte des Richtsbergs informiert die Richtsberggemeinde mit Unterstützung des Vereins Kulturhorizonte mit einer Ausstellung im Gemeindehaus der Emmauskirche.

Zur Unterhaltung der Gäste gibt es jede Menge Musik auf der Festbühne. Der Gospel-Chor vom Christus Treff und der russische Chor Quelle sind ebenso Teil des multikulturellen Bühnenprogramms wie der Verein DOIZ mit seinen Bauchtänzerinnen.

Auch ein eigens auf die Melodie von „Mein Hut, der hat drei Ecken“ getextetes „Richtsberglied“ wird erklingen.

Für Kinder gibt es auf dem Gelände des Kindergartens „Berliner Straße“ zahlreiche Spielstände. Alle Kindertagesstätten und der Kinderschutzbund im Stadtteil beteiligen sich. Die Bürgerinitiative für Soziale Fragen (BSF) bietet Bewegungsspiele und Tauschstände für Kleidung, Spielzeug und Bücher an. Das Altenzentrum St. Jakob präsentiert Fotos und veranstaltet ein Quiz.

„Namenswettbewerb“ für sanierte Fußgängerbrücke

Vielfalt zeichnet auch das kulinarische Angebot aus: Die Astrid-Lindgren-Schule sorgt für ein großes Kuchenbuffet. Vereine und Schulen bieten alkoholfreie Cocktails, Würstchen, Spieße, Crepes, Teigtaschen oder Waffeln. Die SPD Richtsberg ist für die Getränke zuständig, der Islamische Kulturverein Hadara bietet in einem Teezelt arabische Köstlichkeiten an und die „Interkulturellen Gärten“ ihr selbstgebackenes Brot.

Der Ortsbeirat Richtsberg richtet außerdem einen „Namenswettbewerb“ für die neu sanierte Fußgängerbrücke am oberen Richtsberg am Einkaufszentrum aus. Der Gewinner wird am Abend bekannt gegeben.

Menschen der unterschiedlichsten Nationen leben Tür an Tür

Das gesamte Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an die Bewohner des Richtsbergs, sondern an alle Marburger, betont Erika Lotz-Halilovic. Sie wünscht sich, dass möglichst viele die Gelegenheit nutzen, sich selbst ein Bild vom Stadtteil zu machen und zu sehen, wie die Menschen unterschiedlicher Nationalitäten dort zusammen leben.

Alle kulturellen Angebote, auch die Filmvorführung am Freitagabend, sind kostenlos.

von Heike Döhn

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