Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic und Bürgermeister Dr. Franz Kahle neben dem künftigen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz am Richtsberg.
Marburg. Mitten im Sommer sprach Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) am Mittwochnachmittag über Weihnachten und geschmückte Bäume: Er übergab den Richtsbergern offiziell eine Tanne, die am oberen Marktplatz (Christa-Czempiel-Platz) gepflanzt wurde. Der Hintergrund für das vorzeitige Weihnachtsgeschenk an den Stadtteil Richtsberg ist der alljährliche Konflikt um einen großen Baum. Jeder Stadtteil wünscht sich zum Advent einen großen Baum, für die Stadt sei das An- auf Aufbringen ein Kostenfaktor, erklärte Kahle.
Bisher habe man jährlich 2.000 Euro pro Weihnachtsbaum zahlen müssen, nun habe die Stadt einmalig 7.500 Euro investiert, um den „dauerhaften Weihnachtsbaum“ anzubringen und den Platz drumherum zu gestalten.
Von den 7.500 Euro erhalte die Stadt 70 Prozent über das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ wieder, das heißt die Stadt zahlt letztendlich einmalig nur 2.250 Euro. „Weihnachten hat sich schon gerechnet“, sagte Dr. Henry Scherer von der Stadtplanung. Kahle erklärte, dass die Stadt auch den anderen Stadtteilen eine Tanne angeboten habe, sobald diese einen Standort für einen Weihnachtsbaum angeben. Der jetzt am Richtsberg aufgestellte Baum ist noch klein und sehr „schlank“, doch er wird wachsen, versprach Kahle. Die Tanne, genau genommen eine Colourtanne, wurde dorthin gepflanzt, wo noch kürzlich große Fichte standen.
von Anna Ntemiris
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