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Richtfest steigt Anfang November

Monatsbild: Oktober Richtfest steigt Anfang November

In wenigen Wochen ist es so weit: Mit dem Richtfest für den neuen Bibliotheksbau der Universität wird der Fortschritt an der Campus-Baustelle auch ganz offiziell gefeiert.

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Die Baugerüste werden an der Bibliotheksbaustelle bereits wieder abgebaut.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Noch werden wohl rund anderthalb Jahre ins Land gehen, bevor der Neubau der Uni-Bibliothek eröffnet werden wird.

Doch eine weitere Zäsur für das seit Jahrzehnten größte Bauprojekt der Philipps-Universität im Lahntal wird Anfang November erfolgen. Am Montag, 9. November, soll das Richtfest für den 108-Millionen-Bau stattfinden. Das erläuterte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause der OP auf Anfrage.

Baubeginn für das geplante Herzstück des „Campus Firmanei“ war im Jahr 2013, die Fertigstellung des Neubaus der Bibliothek ist für den Mai 2017 vorgesehen.

Die neue Universitätsbibliothek bietet Platz für 2,5 Millionen Bücher. Davon werden 1,2 Millionen Bände frei zugänglich sein. Die neue Bibliothek wird elf Bereichsbibliotheken mit derzeit 16 Standorten sowie den Bestand der Zentralbibliothek aufnehmen. Die Zusammenlegung der dezentralen Bestände soll längere Öffnungszeiten und interdisziplinäres Arbeiten ermöglichen.

Das Geld für die neue Bibliothek der Marburger Hochschule stammt aus dem Landesförderprogramm „Heureka“. Der Bau hat eine längere Vorgeschichte: Im Jahr 2012 war ein Vorläuferbau, die ehemalige Uni-Frauenklinik, abgerissen worden. Es folgte dann 2013 auch der Abriss des Schwesternwohnheims.

Im August 2014 war der endgültige Baustart mit dem ersten Spatenstich in Anwesenheit von Prominenz aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Wenn jetzt Anfang November das Richtfest steigt, dann tritt der UB-Bau in eine neue Phase ein. Denn wie geplant gehen in diesem Monat die Rohbauarbeiten zu Ende. Derzeit werden die letzten Decken- und Dachabschnitte fertiggestellt, erläuterte Architekt York Rentsch vom Büro Heinle, Wischer und Partner. Das Bild auf der Großbaustelle am Alten Botanischen Garten wandelt sich somit auch. Das mit den Rohbauarbeiten beauftragte Unternehmen baut derzeit schon einen Teil der Baugerüste ab.

Dann wird die Baustelle an die Arbeiter aus den nachfolgenden Gewerken übergeben. So wird jetzt mit dem Einbau der technischen Gebäudeausstattung begonnen. Das bedeutet, dass die Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie die Elektrik installiert werden. Dies teilte Ellen Thun von der Uni-Pressestelle der OP jetzt auf Anfrage mit.

Parallel zur Errichtung der neuen Uni-Bibliothek gehen auch die Arbeiten an der ehemaligen Uni-Hautklinik voran. Dort soll das direkt neben der Großbaustelle gelegene Gebäude für den Einzug der Mitarbeiter der Bibliotheksverwaltung fit gemacht werden.

Nach der grundlegenden Entkernung, bei der das frühere Kliniksgebäude von überflüssigen Decken, Wänden und Einbauten befreit wurde, haben nun Anfang des Monats die ersten Rohbauarbeiten begonnen.

Ziel der Arbeiten ist nun zunächst eine „statische Ertüchtigung“ des Gebäudes, erklärt Rentsch. So werden nach der Prüfung durch einen Baustatiker Mauern befestigt und temporäre Stützen eingezogen.

„Auch bauphysikalisch ist die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes mit einigem Aufwand verbunden“, erklärt Rentsch. So sollen alle Wände horizontal und vertikal abgedichtet werden, um den Bau künftig vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen.

Die Rohbauarbeiten in der früheren Hautklinik sollen noch bis zum Frühjahr kommenden Jahres andauern. Zusätzlich sollen noch in diesem Jahr die Dachdecker- und Gerüstbauarbeiten starten.

von Manfred Hitzeroth

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