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Richtfest für neuen Bildungsbau der Uni

Neubau der Uni-Bibliothek Richtfest für neuen Bildungsbau der Uni

Das Richtfest für die neue Uni-Bibliothek fand am Montag mit rund 200 geladenen Gästen auf der Campus-Großbaustelle statt.

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Rund 200 geladenen Gästen waren auf die Campus-Großbaustelle gekommen, um beim Richtfest der Unibibliothek mit dabei zu sein.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die beiden Gebäudeteile, die später durch ein gläsernes Atrium verbunden werden, erstrecken sich auf einer Gesamtlänge von 200 Metern. Insgesamt wird die neue Uni-Bibliothek den Unterlagen des hessischen Baumanagements zufolge eine Gesamt-Nutzfläche von fast 20.000 Quadratmetern haben.

Die gewaltigen Dimensionen des Neubaus ließen sich beim Richtfest auch schon im imposanten Saal im Inneren des Erdgeschosses erahnen, in dem die Reden der Verantwortlichen von Uni, Stadt und Land Hessengehalten wurden.

Richtsfest Unibibliothek. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Zudem war der Rohbau am Montag auch ausnahmsweise teilweise zu besichtigen. Als Nutzervertreter waren die Dekane der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche sowie Studierendenvertreter eingeladen.

„Bildungsbau“ für die gesamte Bevölkerung

„Kaum zu glauben, dass der erste Spatenstich erst am 14. August 2014 war“, freute sich Wissenschaftsminister Dr. Boris Rhein (CDU) über den schnellen Baufortschritt. „Damals konnte man nur erahnen, wie der Bau sein wird. Heute ist schon klar, dass die neue Uni-Bibliothek ein Zentralbau der Uni sein wird und das Zeug dazu hat, ein Wahrzeichen der Universität und der Stadt zu werden.“

Als Orte des Wissens würden Bibliotheken Brücken in andere Welten bauen. Im Falle der neuen UB werde vor allem wichtige universitäre Fachliteratur gesammelt, sagte Rhein. Allerdings solle die Bibliothek der Hochschule auch als eine Art „Bildungsbau“ für die gesamte Bevölkerung dienen.

Bibliotheksdirektorin Dr. Andrea Wolff-Wölk, die den Umzug in die im Bau befindliche Bibliothek mit vorbereitet, erinnerte daran, dass die erste Bibliothek der Universität im Jahr 1527 gerade einmal 28 Bände umfasst habe. Schon einige Jahre später sei der Umzug in das Franziskaner-Kloster Am Plan erfolgt.

Erst um 1900 habe es dann eine erneute Verlagerung der Bibliothek gegeben – und zwar in das heutige Gebäude der Wirtschaftswissenschaften in der Universitätsstraße. Damals sei der Bestand schon auf 300 000 Bände angewachsen. Nach einem kurzen Zwischenspiel erfolgte 1967 der Einzug in das heutige Domizil, die Bibliothek an den geisteswissenschaftlichen Türmen mit einer Million Bänden.

„Wir bauen hoffentlich für mehr als 50 Jahre“

Im Jahr 2017, also 50 Jahre später, dürfe die UB ein neues Gebäude beziehen und rücke somit näher an die Stadt. 2,5 Millionen Bände sollen dort untergebracht werden.

Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause hofft, dass der Neubau auf dem ehemaligen Kliniks-Areal möglichst lange bestehen bleiben wird. „Wir bauen hoffentlich für mehr als 50 Jahre“, sagte auch Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Dieser hob lobend hervor, dass die Vorschriften für die Einhaltung des energetischen Standards in dem Neubau sogar um 50 Prozent unterschritten würde.

Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel sieht die Errichtung der Bibliothek und des „Campus Firmanei“ an dem neuen Standort auch als eine große Chance zur Verbesserung der städtebaulichen Qualität des Nordviertels. Spannend an dem Neubau sei das Miteinander von historischem Stadtbild und moderner Architektur.

von Manfred Hitzeroth

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