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Richtfest für Sprachatlas

Neubau Richtfest für Sprachatlas

Rund um das künftige Sprachatlas-Gebäude, das auf dem ehemaligen Brauerei-Areal entsteht, gibt es am Donnerstag einen großen Bahnhof.

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Fast fertig: der neue Sprachatlas am Pilgrimstein hinter dem Auditoriengebäude.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas der Philipps-Universität Marburg erhält einen Neubau. Der Deutsche Sprachatlas ist die Gründungsstätte der wissenschaftlichen Disziplin „Sprachgeographie“, in der in Marburg seit fast 140 Jahren unter anderem die  deutschen Dialekte erforscht werden. Zudem sind auch die Sprachdynamikforschung und Neurolinguistik, moderne Ausprägungen der Sprachwissenschaft, am Sprachatlas angesiedelt.

Zum Richtfest für den Neubau des Forschungszentrums hat sich auch Prominenz aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden angesagt: So  werden Wissenschaftsminister Boris Rhein und Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland (beide CDU) beim Richtfest erwartet.

Der neue Sprachatlas entsteht seit einigen Monaten auf dem ehemaligen Gelände der Marburger Brauerei zwischen dem städtischen Parkhaus am Pilgrimstein und dem Uni-Hörsaalgebäude.

Auch die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause sowie Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD)   zählen zu den Rednern der Veranstaltung, genauso wie     Professor  Jürgen Erich Schmidt (Direktor des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas), Dr. Eckhard Diehl (Leiter des Uni-Dezernats Gebäudemanagement und Technik) und Thomas Platte (Direktor des Hessischen Baumanagements).

In Sachen Sprachatlas-Bau übernimmt die Philipps-Universität erstmalig im  Zuge der Teil-Bauautonomie die Bauherren-Eigenschaft für die Errichtung eines Neubaus.

Die Baukosten werden sich nach Angaben der Uni-Pressestelle auf rund 9,6 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung erfolgt anteilig aus Mitteln des Bundes und aus dem Hochschulbauprogramm „Heureka“ des Landes Hessen. Das am Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften angesiedelte, 1876 gegründete Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas ist das älteste sprachwissenschaftliche Forschungszentrum der Welt.

Mit dem Bau wurde im März 2014 begonnen. Im Herbst dieses Jahrs wird nach Uni-Angaben mit der Fertigstellung gerechnet.

Baugelände war zwischenzeitlich Parkplatz

Von September bis Dezember 2013 hatten Spezialisten von der „Hessenarchäologie“ umfangreiche Untersuchungen auf dem Areal unternommen. Anders als beim nahe gelegenen „Biegeneck“ traten dabei jedoch keine bedeutenden mittelalterlichen Funde zutage.

Die leitende Archäologin Dr. Christa Meiborg führte dies damals auf die Topographie des Ortes zurück: „Für das gesamte Gelände zeichnet sich nun deutlich ab, dass das ursprüngliche Gelände wesentlich steiler zum Mühlbach hin abfiel, als dies beispielsweise beim ,Biegeneck‘ der Fall war.  Wir wissen nun, dass das Areal erst im 19. Jahrhundert durch umfangreiche Erdarbeiten als Bauland gewonnen werden konnte.“

Seit dem Abbruch der Brauerei war das Baugrundstück  zwischenzeitlich als öffentlicher Parkplatz genutzt worden. Bis zur Fertigstellung des Gebäudes fallen diese Parkplätze aber weg. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen wieder rund 50 Parkplätze zur Verfügung stehen.

von Manfred Hitzeroth

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