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Requisiten, Traditionen und Symbole

Stadtfest "3 Tage Marburg" Requisiten, Traditionen und Symbole

Sonne, Hitze, Regenschauer - das Stadtfest „3 Tage Marburg“ hatte in diesem Jahr alles zu bieten.

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Drachenbootrennen bei 3TM 2015.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Nach der Traumeröffnung mit einem Höhenfeuerwerk am Freitag, das zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder einen sternenklaren Himmel erleuchtete, war am Samstag der Strohhut das meistgesehene Requisist auf dem Stadtfest. Die Kopfbedeckung, die längst aus der Mode gekommen schien, feiert derzeit ein sensationelles Comeback auf Männerköpfen und war auch bei den Verkaufsbuden im Schlosspark einer der Renner - wenn auch mit großem Abstand hinter den Kaltgetränken, die den Wirten in der Oberstadt wie im Schlosspark starke Umsätze bescherten.

Das Publikum feierte die Beatles-Show der Petles auf der Marktplatzbühne und ging begeistert mit.

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Vor allem am frühen Samstagnachmittag, zu den Klängen des einheimischen Liedermacherduos „Haus und Küppers“ etwa auf der Marktplatzbühne oder wenig später bei rockigen Klängen von „Campaign like Clockwork“ auf der Volksbank-Freilichtbühne im Schlosspark, waren Plätze im Schatten rar.

Von Drachenbootrennen bis hin zu jubelnden Massen auf dem Marktplatz: Das Stadtfest bot für jeden der tausenden Besucher etwas. Wir waren für Euch unterwegs und haben die schönsten Momente eingefangen. Fotos: Nadine Weige

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Ein Requisit, das viele Besucher am Sonntag vermissten, war der Regenschirm - das Wetter war denn doch nicht mehr so trocken, wie eigentlich vorhergesagt. Dass es dadurch weniger voll in der Oberstadt war als am Samstag, ist ein kleiner Trost.

Rund 1000 Künstler traten am Wochenende auf dem Stadtfest auf, die Bühnen vor allem auf dem Marktplatz und im Schlosspark waren dicht belagert.

 

Ein anderes Wahrzeichen des Stadtfesets konnte nach einjähriger Pause wieder stattfinden: die Drachenbootrennen.

CDU und FDP sitzen buchstäblich in einem Boot

20 Paddler, ein Trommler oder eine Trommlerin, ein Profi am Ruder sowie natürlich eine Menge Holz und Paddelpower - so hat ein Marburger Drachenboot auszusehen, wenn es die Ziellinie überquert. Seit 15 Jahren wird die Lahn zum Schauplatz dramatischer Rennen in bester Wikingermanier. Über Bord gingen in der langen Zeit allerdings nur wenige Hobbypaddler. „Bislang sind nur zwei Boote gekentert und ansonsten ist auch nie jemand ins Wasser gefallen, selbst der exponiert sitzende Trommler kommt eigentlich immer wohlbehalten an,“ erklärte Ansgar Heß.

Jedes Team muss also 21 Personen stellen, um die rund 2,5 Tonnen schweren Boote standesgemäß in Bewegung setzen zu können, lediglich der Steuermann wird vom Veranstalter gestellt. „Das ist freilich die Position, wo Fehler aufgrund des Kollisionsrisikos wirklich gefährlich werden können, da helfen wir aus,“ meinte Tonio Stromberger vom Team.

Ob profigesteuert oder amateurgetrieben, die Besucherinnen und Besucher hatten ihre sichtliche Freude an dem Event, die Lahnterrasse war bereits früh gut gefüllt und die Teams standen Schlange zur Anmeldung. Das hervorragende Wetter tat ein Übriges.

Bänker-Finale mit zwei Siegern

Den Anfang machten wie in jedem Jahr die großen Parteien in ihrem eigenen Rennen, wobei „Yellow Submarine“ (FDP) und „Schwarzer Blitz“ (CDU) eine bootsinterne Koalition eingehen mussten, da es an ausreichendem Personal mangelte. Ihre Gegner waren dementsprechend das Team der SPD und der Grünen, sodass die Männer und Frauen von Schwarz-Gelb gleich dreimal ans Ruder gingen. Schlussendlich mussten sie sich dort, trotz drei sehr guter Zeiten, im Finale dem grünen Gegnerteam geschlagen geben.

Beim anschließenden Hauptrennen zwischen bunt kostümierten Mannschaften wie dem bäckerbetriebenen „gluten free boat“ oder den „Hai-Performern“ setzten sich als Tagessieger am Samstag schließlich die „Tapetengiganten“ durch, die dann am Sonntag im „Renncup“ um den Wochenendsieg fahren durften.

Bei dem auf den Samstag beschränkten „Funcup“, kam es schließlich zu einem ganz besonderen Ergebnis. Trotz aller Videoauswertungen unter den Augen der Kapitäne gab es zum ersten Mal zwei Sieger. Die Teams „S-Barkasse“ und „Volksbank Mittelhessen“ waren tatsächlich zeitgleich eingelaufen, sozusagen ein Bänkerfinale.

von Till Conrad und Marcus Hergenhan

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Von Redakteur Katharina Kaufmann

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