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Reparatur statt Neubau

Bauprojekt Reparatur statt Neubau

Einen Entwurf gibt es, aber das Geld fehlt: In den nächsten Jahren wird es keine neue Turnhalle für die Elisabethschule in Marburg geben. Daher wurde dort nochmal einiges renoviert.

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Die Kasseler Architekten des Büros „Atelier 30“ reichten 2014 den Siegerentwurf für die Campus-Halle ein. Die Umsetzung ist noch nicht in Sicht, da das Geld fehlt.Grafik: Atelier 30

Quelle: Picasa

Marburg. Die Elisabethschule­ sollte eigentlich eine neue Sporthalle bekommen. Bereits 2014 wurden die Sieger eines Architektenwettbewerbs vorgestellt - die tatsächliche Umsetzung der Campus-Halle scheint jedoch in immer weitere Fernen zu rücken. Baudezernent Bürgermeister Dr. Franz Kahle erklärte in der Stadtverordnetenversammlung auf eine Anfrage von FDP und MBL hin, dass „die Realisierung eines Ersatzneubaus in den nächsten Jahren unwahrscheinlich ist“. Das Projekt ist nämlich nicht im Bildungsbauprogramm (Bibap) des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Spies aufgelistet - es fehlt also an Geld für die ­Umsetzung.

Stattdessen hat die Stadt sich in diesem Jahr die Sanierung der bisherigen Sporthalle noch einiges kosten lassen: „Im Haushalt 2017 ist ein Betrag von 60000 Euro veranschlagt“, so Kahle. Neben kleineren Reparaturen werden damit drei Teilbereiche saniert: Türbeschläge­ und Beschilderungen wurden geändert und erneuert, um die Fluchtwegesituation zu verbessern. Derzeit werden die Sanitärräume teilweise saniert. Bis Dezember sollen Nebenräume,­ etwa Umkleiden, gestrichen werden - „in Abhängigkeit der dann noch verfügbaren Haushaltsmittel“, führte der Baudezernent die Antwort auf die kleine Anfrage nach den Perspektiven der Sporthalle weiter aus.

Im November 2014 berichtete die OP, dass die Campus-Halle bis 2020 stehen soll. „In diesem Jahrzehnt soll die Halle ­jedenfalls fertig werden“, sagte der Ex-OB Egon Vaupel (SPD). Kahle hielt damals einen Baustart in 2017 oder 2018 für realistisch. Geplant sind für das zweistöckige Gebäude nicht nur eine Sporthalle für die Schüler der Elisabethschule, sondern auch Klassenräume, einen Dojo für die Judoabteilung von Blau-Gelb Marburg sowie Aufenthaltsräume, die für Feiern von Vereinen oder Privatleuten genutzt werden könnten. Eine Kostenkalkulation gab es nicht, der Magistrat wolle „im einstelligen Millionenbereich bleiben“, sagte Vaupel damals. Für den Architektenwettbewerb wurden 45000 Euro Prämien an 16 Teilnehmer ausgeschüttet, 75 Planer hatten sich beworben.

von Patricia Grähling

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