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Reise zu den Sportspielen der Welt

Michelbacher Ferienaktion Reise zu den Sportspielen der Welt

Bei den Ferienspielen in Michelbach probierten etwa 20 Kinder an einem neuen Spielraum viele Sportspiele aus.

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Die Michelbacher Kinder hatten viel Spaß beim Indiaca-Spielen.Foto: Ingrid Lang

Michelbach. Jeden Tag trafen sich die Kinder mit den Betreuern an einem anderen Ort wie dem Kirchgarten, dem Lindenplatz oder dem Bürgerhaus, um neuen Spielraum zu entdecken. Zudem begab sich die Gruppe auf eine Reise zu den Sportspielen in der Welt. In Kooperation mit der evangelischen Kirche, der Grundschule und dem CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) wurden die Ferienspiele durchgeführt. Vormittags wurde eine Ferienbetreuung vom Förderverein der Grundschule organisiert. Insgesamt zehn ehrenamtliche Helfer unterstützten die Aktion.

Unter dem Motto „Kultur macht stark“ förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung solche Bündnisse für Bildung wie die Ferienspiele, die gemeinsam von lokalen Verbänden und Initiativen wie dem CVJM umgesetzt werden. Ziel des Förderprogramms ist es, mit außerschulischen, kulturellen Bildungsangeboten einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins junger heranwachsender Menschen zu leisten und bessere Chancen zu schaffen.

Für zwei Stunden hieß es dann nachmittags für die Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren festzustellen in welchem Land die Spiele zu Hause sind und wie sie gespielt werden. Zuerst wurden bereits durchgeführte Spiele auf dem Globus gesucht, bevor der nächste Stopp eingelegt wurde. Die Anleitung, wie man diese eher weniger bekannten Spiele spielt, erklärte Übungsleiter Andreas Götz vom CVJM. Das schwedische Spiel Floorball sowie Discgolf-Frisbee, das in Kalifornien zu Hause ist, oder Speed-Badminton aus Indien, hatten die Kinder schon gespielt.

Nach Südamerika zum Indiaca-Spiel

Danach führte die Reise nach Südamerika, wo das Spiel „Peteca“ schon sei einigen hundert Jahren als Volkssport existiert. Der deutsche Sportlehrer Karlhans Krohn aus Dillenburg hatte 1936 Jugendliche beim Spielen an der Copacabana beobachtet und es anschließend nach Deutschland gebracht. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es unter dem Namen „Indiaca“ vor allem in der kirchlichen Jugendarbeit und im CVJM bekannt. Der neue Name setzt sich aus den Worten „Indianer“ und „Petaca“ zusammen. Es sei sehr wichtig, das Indiaca-Spielgerät nicht an den echten, rotgefärbten Gänsefedern anzufassen, sondern immer am neongelben Schlagpolster, erklärte Andreas Götz Nach den ersten Übungsversuchen mit und ohne Netz spielten die Kinder begeistert in größeren Gruppen und traten dann in Zweiermannschaften mit Feuereifer gegeneinander an.

von Ingrid Lang

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