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Reise um die Welt zum großen Finale

Eispalast Reise um die Welt zum großen Finale

Es muss ein Geheimrezept geben, wie es den Veranstaltern des Eispalastes Jahr für Jahr gelingt, perfekte Bilanzzahlen vorzuweisen. Das Resümee nach 45 Tagen: eine fast perfekte Saison.

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Mit dem Koffer über die Eisfläche: Die kleinen Kufenstars nehmen das Eispalast-Publikum mit auf Weltreise, während die Eltern fleißig filmen. Ulrike Munz-Weege, Fachdienstleiterin der Jugendförderung, zieht ein rundum positives Fazit.

Quelle: Carsten Bergmann

Marburg. Mit einer Reise um die Welt ging die achte Auflage des Eispalastes zu Ende. An die Besucherrekorde vom Vorjahr kamen die Betreiber nicht ganz heran. Mit mehr als 20000 Schlittschuhläufern blieben sie aber auch nur knapp unter der Bestmarke. Die Erweiterung der Eisfläche um 100 Quadratmeter hat ihren Soll voll erfüllt. „So hatte man immer genügend Platz fürs Laufen“, sagt Adi Ahlendorf, der mit seinem Team eine anstrengende Zeit hinter sich hat. In der Regel waren es 14-Stunden-Tage, die die Eispalast-Crew zu meistern hatte. Probleme machten einzig ein kurzzeitiger Motorausfall der Eismaschine sowie der Sabotage-Akt kurz vor der Premiere. Viel wichtiger für den Gastgeber: alle kamen gesund von der Eisfläche, Verletzungen gab es keine.

Für das große Finale allerdings hätte sich Ahlendorf ein noch größeres Publikum gewünscht. Die Wettervorhersage mit angedrohtem Blitzeis, dazu der einsetzende Schnee ließen die Zuschauerreihen überschaubar. Ein kleiner Wermutstropfen. Die 18 Kids auf der Eisbahn, die für die große Abschlussshow im Vorfeld fleißig mit Trainerin Frauke Haselhorst geprobt hatten, lieferten trotzdem ab. Und wie. Die kleinen Kufenstars nahmen ihr Publikum mit auf eine Weltreise.

„Aus Sicht der Jugendförderung kann ich sagen, der Eispalast war ein voller Erfolg“, sagt Frauke Haselhorst. Gab es in den vergangenen Jahren zum Saison-Start noch immer kleine Probleme, so war dieses Mal von Beginn an der Buchungskalender mit Schul- und Kindergartenklassen bestens gefüllt. Die Schüler stürmten regelrecht die Eisfläche neben dem Aquamar. „Dass die 45 Tage so gut laufen würden, damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt Ahlendorf, der sich nun ans Abbauen macht.

Mehr als 20000 Kufenstars auf der großen Eisfläche

Bis zu acht Tage könnte es dauern, ehe vom einstigen Palast nur noch die Spuren auf dem Boden zu sehen sind. Für den Marburger Betreiber durchaus ein emotionaler Moment. „Am Anfang dachte ich oft, wie ich die Tage nur rum bekommen soll. Jetzt wird mir sicherlich was fehlen, wenn ich nicht jeden Tag in den Eispalast muss.“ Dass es auch eine neunte Auflage der mittlerweile mehr als lieb gewonnenen Traditionsveranstaltung geben wird, steht außer Frage.

„Die Planungen laufen. Wir freuen uns sogar schon drauf“, sagt Adi Ahlendorf.

Größer als die mittlerweile 600 Quadratmeter große Fläche - in diesem Jahr kamen 100 drauf - kann es nicht mehr werden. „Wir sind am Maximum angekommen, mehr Platz ist nicht.“ Ein Standortwechsel kommt sicherlich auch nicht in Frage. Frauke Haselhorst ist froh, neben dem Schwimmbad eine fußläufig einfach zu erreichende Möglichkeit zu haben. „So kann die Familie alles miteinander verbinden. Die Eltern gehen einkaufen, die Kinder Schlittschuh laufen. Ist doch perfekt.“ Stimmt ...

von Carsten Bergmann

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