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„Reinrennen, wo andere rausrennen“

DRK Marburg „Reinrennen, wo andere rausrennen“

Essen auf Rädern, die Suppenküche, Betreutes Reisen - und nicht zu vergessen: der Rettungsdienst. Das Rote Kreuz bietet das große Paket an Angeboten und Dienstleistungen.

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Ehrungen beim DRK: (von links nach rechts)Ulrich Welter (Justitiar), Rüdiger Schmeltzer (Vorsitzender), Heinrich Kreider, Heinrich Ruffert, Walter Peter, Heinrich Bingel, Alfred Horn (Schatzmeister), Björn Schorge, Rudolf Kittel (Kreisgeschäftsführer).

Quelle: Anja Lagerwerf

Marburg. „Hilfe bringen, Menschen retten, reinrennen, wo andere rausrennen.“ So beschrieb Kreisbrandinspektor Lars Schäfer die Arbeit des Deutschen Rote Kreuzes während der Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Marburg.

Schäfer betonte, wie wichtig es sei, das es das Deutsche Rote Kreuz gebe, dessen Arbeit oft als ganz selbstverständlich angesehen werde. Die ganze Bandbreite der Angebote und Leistungen vom Katastrophenschutz und Rettungsdienst bis zur Seniorenversorgung werde mit 150 ehrenamtlichen Mitarbeitern dargestellt, davon allein 110 im Katastrophenschutz. Dies wäre allein mit bezahlten Kräften überhaupt nicht möglich, betonte Lars Schäfer.

Wie wichtig der DRK-Verband Marburg seine ehrenamtliche Arbeit nimmt, wurde bei den Ehrungen deutlich. DRK-Vorsitzender Rüdiger Schmeltzer würdigte die Jubilare für ihren Einsatz. Die Katastrophenschutz-Medaille für 10 Jahre aktiven Dienst erhielt Björn Schorge. Die DRK-Ehrennadel erhielten Heinrich Kreider, Heinrich Ruffert und Walter Peter für 50-jährige Mitgliedschaft sowie Heinrich Bingel für 40-jährige Mitgliedschaft.

Sehr stolz präsentierte der Vorstand die DRK-„Tochter“, den Rettungsdienst Mittelhessen, der mittlerweile auf eigenen Füßen stehe. Der Kaufmännische Leiter Stefan Katzauer gab detaillierte Einblicke in die finanzielle und personelle Struktur der seit fünfzehn Jahren bestehenden gemeinnützigen Rettungsdienst-Gesellschaft. Die Einsatzstunden des Personals seien stetig gestiegen, auch für Nachwuchs werde selbst gesorgt durch den Bundesfreiwilligendienst. So konnten vierundzwanzig Stellen neu besetzt werden, zehn davon durch interne Auszubildende. Das Unternehmen sei stabil, auch konnten neue Geschäftsfelder erschlossen werden, wie ein Vertragsabschluss mit der Deutschen Lufthansa zur weltweiten Rückführung von Intensivpatienten.

Fusion der Kreisverbände weiterhin im Gespräch

In seinem Jahresbericht gab Vorsitzender Schmeltzer Einblicke in die verschiedenen Teilbereiche der Arbeit des DRK, wie das „Essen auf Rädern“, die Suppenküche am Hauptbahnhof, Betreutes Reisen, verschiedene sportliche Angebote für Senioren und die Kleiderläden in der Oberstadt sowie in der Deutschhausstraße. „Es gibt einen sehr hohen Bedarf an diesen Hilfsangeboten“, sagte Schmeltzer. Er wies auch darauf hin, dass der DRK-Kreisverband Marburg eigenfinanziert arbeitet und deswegen auf Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen sei. Schmeltzer bestätigte, dass es weiterhin Gespräche über eine Fusion der Kreisverbände Marburg, Biedenkopf und Gießen in einen Regionalverband gäbe. Die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, die mögliche Vorgehensweise entscheide dann die DRK-Kreisversammlung.

Es folgten Berichte des Kreisbereitschaftsleiters Stefan Sturm, der Leiterin der Rettungshundestaffel Marburg-Biedenkopf (einzige ISO-zertifizierte Hundestaffel in Hessen), Ina Klinger, sowie des Kreisjugendleiters Mario Effendy. Mario Effendy und sein Stellvertreter Joachim Scholz stellten ihre Arbeit humoristisch vor. Dazu durften Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer am Quiz „Der große Preis“ teilnehmen und erhielten als Belohnung zwei Miniatur-Notfallkoffer.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet, der Wirtschaftsplan 2013 verabschiedet sowie die Delegierten für die Landesversammlung 2013 einstimmig gewählt.

n Ehrungen in Abwesenheit: für 50-jährige Mitgliedschaft - Christa Wolf, Melitta Hein, Irmgard Hampel; 45-jährige Mitgliedschaft - Walter Schmid; 40-jährige Mitgliedschaft - Margarete Weckesser, Angelika Huber, Peter Uhse, Karl Schladt, Joachim Groll, Vera Schneider, Hans Stolle; 25-jährige Mitgliedschaft - Anna Schladt, Martin Stanclik, Marko Martin; Katastrophenschutz-Medaille für 40 Jahre aktiven Dienst - Herbert Zipperer; für 10 Jahre aktiven Dienst - Vanessa Schlegel, Mirko Ludwig, Manuel Frenzel, Daniel Kanetscheider, Bernd Kanetscheider, Sarah Heinz.

von Anja Lagerwerf

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