Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Reinhold Messner in der Marburger Stadthalle

Interview Reinhold Messner in der Marburger Stadthalle

„Leben am Limit“: So lautet der Titel des Lichtbild-Vortrags, den der Südtiroler Abenteurer Reinhold Messner am Montag, 4. April, in der Marburger Stadthalle hält. Die OP führte vorab mit ihm ein telefonisches Interview.

Voriger Artikel
Gelbe Säcke wieder an bekannten Stellen erhältlich
Nächster Artikel
„Löschtiger“ feiern

Reinhold Messner war jahrzehntelang Extrembergsteiger. In Marburg erzählt er am Montag aus seinem Leben.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Beim letzten Mal war Reinhold Messner im Jahr 2004 als Referent in der Marburger Stadthalle eingeladen. Jetzt hält der 66-Jährige ehemalige Extrembergsteiger in der Reihe „planetview“ wieder einen Vortrag in Marburg. Schon als Fünfjähriger bestieg Messner einen Dreitausender. Später war er der erste Bergsteiger der Welt, der den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske bezwang. Reinhold Messner stellte sich am Dienstag in seinem Büro in Bozen in Südtirol vorab einigen Fragen der OP im Telefon-Interview.

Oberhessische Presse: Worüber werden Sie am Montag in der Stadthalle berichten, und welche Bilder gibt es zu sehen?

Reinhold Messner: Es gibt natürlich einige Bilder und Filmausschnitte von meinen Reisen und Touren zu sehen. Aber bei meinen Vorträgen steht das Wort im Mittelpunkte. Ich erzähle dabei einfach Geschichten aus meinem Leben. Ich hatte das Glück dorthin gehen zu können, wo die meisten Menschen nie hinkommen. Außerdem geht es in meinem Vortrag darum, wie sich die Welt verändert: Das Eis am Nordpol schmilzt, und es gibt weltweit einen Klimawandel.

OP: Was hat Sie so sehr am Bergsteigen fasziniert?

Messner: Ich bin schon als Kind da hineingewachsen. Später war ich immer ein Grenzgänger und ein neugieriger Mensch. Ich wollte immer weiter und höher hinaus. Am Ende wusste ich, dass es nicht höher ging. Aber ich habe dann nicht nur das Bergsteigen betrieben, sondern bin auch durch die großen Wüsten gegangen.

OP: Sie haben als erster Bergsteiger alle vierzehn Achttausender bestiegen. Wie fühlt man sich da oben auf dem Gipfel?

Messner: Für mich war das doch nichts Besonderes. Aber ein bisschen bin ich natürlich auch schuld an der Hysterie des Bergsteigens, die dann gefolgt ist. Der Massentourismus von heute hat aber mit dem ursprünglichen Bergsteigen nichts mehr zu tun. Heute wollen Hunderte auf die ganz hohen Gipfel steigen. Ich hatte damals noch das Glück, auf einsame Berge zu steigen und war natürlich auch ein Privilegierter.

von Manfred Hitzeroth

Für den Vortrag von Reinhold Messner in Marburg gibt es nicht mehr viele Karten. Die OP verlost aber fünfmal zwei Tickets. Wer gewinnen möchte, sollte bis Donnerstag, 31. März, um 10 Uhr eine E-Mail (Stichwort: Messner) an gewinnspiel@op-marburg.de schicken.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP und bereits am Dienstagabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr