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Reichweiten-Ausdehnung für Bürger-Internet

Freifunk Reichweiten-Ausdehnung für Bürger-Internet

Ausbau des Freifunk-Netzes in der Universitätsstadt: Der Spiegelslustturm ist nun ein Zugangspunkt, dient als Verteiler für das freie Bürger-Internet, das deutschlandweit immer beliebter wird.

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Von Technik-Fans begehrt: Hochgelegene Gebäude wie der Spiegelslustturm können die Reichweite des Bürger-Internets, das via Freifunk funktioniert, ausdehnen.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Ein altes Denkmal als moderner Vernetzungspunkt: Bei der Installation des Routers und anderer nötiger Technik wurde nach Angaben des Vereins der Marburger Freifunker darauf geachtet, den Sandstein nicht zu beschädigen oder das Erscheinungsbild des Turms nicht zu verändern.

Der Spiegelslustturm ist für die Technik-Fans ein zentrales Anliegen, denn hochgelegene Standorte wie das Denkmal, Kirchtürme oder das Landgrafenschloss ermöglichen eine Reichweitenausdehnung für das gesamte Netz. Im Juni gab es im Stadtgebiet 49 Netzwerk-Knotenpunkte. Mittlerweile ist die Zahl auf 91 gestiegen - Tendenz weiter steigend. Wie gut das lokale Netz im Laufe der Zeit wird, wie viele Versorgungslücken es letztlich gibt, hängt nach Aussage von Dr. Michael Weber, einem der Initiatoren, von der Mitmachbereitschaft jedes Stadtbewohners ab. Um ein flächendeckendes Bürger-Internet in Marburg zu gewährleisten, müssten Tausende Bewohner ihre Router für die Allgemeinheit freischalten. Um in der Universitätsstadt dafür Anreize zu schaffen, ist ein kommunales Förderprogramm geplant: Jeder, der Freifunk anbietet, könnte beim Kauf der dafür benötigten Router finanziell bezuschusst werden.

Das Prinzip von Freifunk: Jeder Nutzer in dem Netz stellt seinen Router anderen Teilnehmern für den Datentransfer zur Verfügung. Es lassen sich für alle Nutzer Daten, etwa Text, Musik und Filme, über dieses Netz übertragen. Kurzum: Jeder hat - ohne einen klassischen Internet­anbieter wie etwa Telekom oder Unitymedia dazwischen zu schalten - vollen Zugriff zum Internet, kann Whatsapp nutzen, auf Homepages lesen, Browserspiele zocken. Der dezentrale Aufbau des Freifunks soll Nutzern zudem Anonymität und Überwachungsfreiheit gewährleisten. Deutschlandweit schreitet der Ausbau langsam voran.

von Björn Wisker

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