Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Reich an Sauerstoff und Lebewesen

Niederweimarer See Reich an Sauerstoff und Lebewesen

Wer in Niederweimar beim Wassersport unfreiwillig mal einen kräftigen Schluck aus dem See nimmt, muss sich keine Sorgen machen. Ein wenig Plankton schadet nicht. Und die Qualität des Seewassers ist gut.

Voriger Artikel
Anwohner fordert Schadenersatz
Nächster Artikel
Marburg zum Mitnehmen

Diese Teilnehmerinnen des Tauchkurses untersuchten das Wasser aus dem Niederweimarer See auf seinen ph-Wert und den Sauerstoffgehalt.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Die Qualität des Wassers im Niederweimarer See gilt nicht nur als gut, sie ist es auch. Das belegten die Untersuchungsergebnisse, die zehn Teilnehmer nebst ihren Betreuern am Samstag während eines Tauchkurses ermittelt haben. Organisator der Veranstaltung war der Tauchsportclub Marburg (TSC), die Leitung hatte Dr. Bernd Schmidt, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Wissenschaft des Hessischen Tauchsportverbandes.

Die Taucher entnahmen Wasserproben an der Oberfläche und in unterschiedlichen Tiefen – in sechs Meter und an der tiefsten Stelle des Sees, bei 13 Metern. Sie sammelten stichprobenartig Pflanzen und Kleinstlebewesen und notierten Art und Vorkommen der gefundenen Organismen. „Wir haben beispielsweise Proben von Algen und dem Ährigen Tausendblatt entnommen“, erklärt Martin Stümpfig, Tauchlehrer und Ausbildungsleiter des Vereins. „Neun verschiedene Pflanzenarten haben wir zusammengetragen und sind auf verschiedene Kleinstlebewesen wie Mückenlarven und Wassermilben gestoßen, was von einer großen Vielfalt zeugt“, sagt der Organisator des Kurses und verweist darauf, dass schon die Vielfalt von Flora und Fauna ein Merkmal guter Wasserqualität sei.

Die Taucher untersuchten die Proben unter anderem auf ihren ph-Wert. „Der ph-Wert besagt, ob das Wasser neutral, sauer oder alkalisch ist“, weiß Stümpfig und berichtet, dass das Seewasser einen Wert von 7,5 bis 8,5 aufwies – womit feststeht, dass es weder sauer noch alkalisch ist.

Der Niederweimarer See weist einen Sauerstoffgehalt von acht bis neun Milligramm pro Liter auf. Bei Seen, wo das Wasser umkippt, werden Gärprozesse durch Zersetzung von Pflanzen in Gang gesetzt, „dann wird zu viel Sauerstoff verbraucht, Fische können in solchem Wasser nicht mehr leben“, weiß Stümpfig.

von Carina Becker

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP und bereits am Montagabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr