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Regionalmarkt ersetzt den Krammarkt

Elisabethmarkt Regionalmarkt ersetzt den Krammarkt

Der Elisabethmarkt wartet mit einigen Neuerungen, aber auch Altbekanntem, wie der Innenstadtkirmes mit dem Riesenrad, auf.

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Das Riesenrad wird es wieder beim Elisabethmarkt geben.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am zweiten Oktoberwochenende findet in Marburg traditionell der Elisabethmarkt statt. Neu ist in diesem Jahr ein Regionalmarkt mit ausschließlich heimischen Anbietern.

„Marburg ist so schon eine schöne Stadt, die einen Besuch lohnt, aber dem Stadtmarketing gelingt es immer wieder, spannende Angebote für die Marburger und die Menschen in der Region zu machen“, lobte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) bei der Vorstellung des Programms. Die Kunst sei es, Traditionsfeste zu erhalten, ohne sie veralten zu lassen, „das ist eine gute Strategie“.

„Der alte Krammarkt am Steinweg war in die Jahre gekommen“, sagte Klaus Hövel, Vorsitzender des Marburger Stadtmarketings. In den letzten Jahren seien viele Händler unzufrieden gewesen „und auch wir waren mit der Zusammenstellung nicht mehr glücklich“. Deshalb sei die Idee gekommen, heimische Gewerbetreibende gezielt anzusprechen.„Es war viel Spielraum, etwas zu verändern“, sagte auch Stadtmarketingkoordinator Jan Bernd Röllmann. Er berichtete, dass sich einige erst zögerlich gezeigt hätten, weil sie so etwas noch nie mitgemacht haben und keine klassischen Marktbeschicker seien. „Aber jetzt ist jeder Standplatz am Steinweg vergeben.“

Entenrennen fällt aus

Laut Röllmann und Stadtmarketingmitarbeiterin Daniela Maurer bietet der Regionalmarkt, der am Samstag, 8. Oktober, und am Sonntag, 9. Oktober, stattfindet, eine bunte Mischung aus Kunsthandwerk und regionalen Spezialitäten. Einigen Kunsthandwerkern könne dabei auch über die Schulter geschaut werden, unter anderem einem Töpfer und einer Goldschmiedin.

Für Kinder sind ein Mosaikworkshop und Spielgelegenheiten geplant, und das Stadtmarketing selbst wird sich auch präsentieren und Marburg-Gutscheine verkaufen.Wie Maurer weiter berichtete, bleiben die bewährten weiteren Angebote des Elisabethmarkts, die alle sonntags stattfinden, in Marburgs Innenstadt erhalten. So der Kuriositätenjahrmarkt am Marktplatz, der Bücher- und Plattenflohmarkt im Kulturladen KFZ, sowie in Weidenhausen die Fahrradbörse mit Drahteseln für jeden Geldbeutel und der Flohmarkt.

Leider falle in diesem Jahr das Weidenhäuser Entenrennen aus, bedauerte Röllmann, der aber noch besonders auf den Sozialmarkt an der Elisabethkirche hinwies. Es sei wichtig, dass sich dort auch Kirchen und soziale Projekte und Initiativen vorstellen. Denn das sei im Sinne der Namensgeberin, der nach ihrem Tod heiliggesprochenen Landgräfin Elisabeth von Thüringen, an deren Todestag, dem 19. November, der Markt bereits vor 500 Jahren stattfand. „Der verkaufsoffene Sonntag ergänzt das Programm“, sagte Röllmann. „Der Einzelhandel braucht solche Aktionen“, betonte Manfred Jannasch vom Werbekreis Südstadt, der zusammen mit Friedrich Bode vom Werbekreis Oberstadt die Geschäftsleute vertrat.

Bereits am Freitag, 7. Oktober, öffnet die bis Montag, den 10. Oktober, dauernde Innenstadtkirmes zwischen der Mensa und dem Kino Cineplex ihre Pforten. Neben dem beliebten Riesenrad mit der tollen Aussicht auf die Altstadt mit Schloss werden wieder weitere attraktive Fahrgeschäfte, unter anderem eine Überkopfschleuder, auf die Besucher warten.

von Heiko Krause

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