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Regierungspräsidium Gießen soll Schulung im Hilton prüfen

Bürger-Beschwerde Regierungspräsidium Gießen soll Schulung im Hilton prüfen

Noch unterm Schutzschirm des Landes fielen beim Kreis erhebliche Kosten für Schulungen und Dienstreisen an. Wurde das Gebot der Wirtschaftlichkeit eingehalten? Dies soll überprüft werden.

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Quelle: Themenfoto

Marburg. Dabei geht es vor allem um die 18 000 Euro, die der Kreis im vergangenen Jahr für eine Schulung im Vier-Sterne-Hotel Hilton in Bonn ausgegeben hat. Der Kommunalaufsicht beim Regierungspräsidium Gießen lagen bis gestern Mittag zwei Beschwerden von Bürgern vor, teilte Pressesprecherin Gabriele Fischer auf OP-Anfrage mit. Unter anderem soll die Aufsicht prüfen, ob ein „Verstoß gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit“ vorliegt. „Hat eine Verwaltung über die Stränge geschlagen? Das ist eine Frage von allgemeinem Interesse“, führte Fischer aus. Die Kommunalaufsicht werde feststellen, ob die „Behauptungen Anlass geben zu Ermittlungen“.

Auf OP-Nachfrage veröffentlichte der Kreis zuletzt Abrechnungsdetails. In 18 000 Euro Reisekosten steckten auch 3 000 Euro für ein Abendessen (54 Euro pro Person). Günstiger fiel das Schulungshonorar mit 1 800 Euro aus. Anlass der Klausur im Hilton war die Bürgerbeteiligung – die Reise galt als Auftakt. Die Schulungszeit der zweitägigen Fahrt mit einer Übernachtung belief sich laut Landkreis auf vier Stunden.

Hinzu kam ein eineinhalbstündiger Austausch zur Bürgerbeteiligung. Den größten Teil der Kosten machten die Übernachtungen aus: rund 6 500 Euro. Sie wurden auch für 14 Teilnehmer gezahlt, die kurzfristig abgesagt hatten – abzüglich einer Hotel-Gutschrift von 228 Euro.

von Carina Becker

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