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Rechts vor links bereitet Probleme

Tempo-30-Zone Rechts vor links bereitet Probleme

Zur Tempo-30-Zone in Ockershausen nahm im Ortsbeirat der Leiter der Straßenverkehrsbehörde, Harald Schröder, Stellung.

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Im Stadtteil Ockershausen gilt durchweg Tempo 30.

Quelle: Thorsten Richter

Ockershausen. In der „Alten Schule“ hatten sich neben den Mitgliedern des Ortsbeirates Ockershausen auch einige interessierte Bürger eingefunden. Das beherrschende Thema des Abends war die Verkehrslage in den Ockershäuser Tempo-30-­Zonen. Insbesondere einige unübersichtliche Rechts-vor-Links-Stellen standen im Fokus.

Seit Oktober 2015 gibt es in Ockershausen vermehrt Tempo-30-Zonen. Dies stößt zwar auf allgemeine Zustimmung, jedoch sprachen sich nahezu alle Anwesenden dafür aus, die Vorfahrtsregelungen deutlicher zu kennzeichnen oder zu über­denken.

Harald Schröder, der Leiter der Straßenverkehrsbehörde, erklärte dazu, die Rechts-vor-Links-Regelungen dienten der Absenkung des Geschwindigkeitsniveaus, da auf diese Weise die Autofahrer gezwungen seien, dem Verkehrsgeschehen aufmerksamer zu folgen. In Tempo-30-Zonen sei dies die Regel - jedoch gebe es Ausnahmen, wenn öffentliche Verkehrsmittel eine Straße nutzen sowie wenn durch rechts vor links eine besondere Unübersichtlichkeit geboten sei. Dies betreffe zum Beispiel die Kreuzung zwischen der Stiftstraße, der Ockershäuser ­Allee und der Hohen Leuchte.

Aus den Reihen der Gemeinschaftsliste Ockershausen (GLO) kamen dazu Bedenken, was die Regelung in der Herrmannstraße betrifft. Dort sind auch kleinere Wege wie zum Beispiel der Soldatengraben der Rechts-vor-Links-Regel unterstellt - sehr zum Leidwesen einiger Autofahrer, wie Richard Kiefer von der GLO feststellte. Er forderte, man solle bei derartigen Regelungen auch auf die Gewohnheiten der Betroffenen Rücksicht nehmen. Ein Lösungsansatz sei, dort demnächst eine Überprüfung der Regelungen unter Einbeziehung einiger Ortsansässiger vorzunehmen.

Zweites großes Thema der Sitzung war die geplante Streichung der Poststelle im Ortskern von Ockershausen, gegen die sich die Gemeinde - insbesondere die Senioren, die nun keine Poststelle mehr in Laufnähe hätten - vehement zur Wehr setzt. Anstatt jedoch nur auf Protest bei der Post und Unterschriftenaktionen zu setzen, sind bereits Alternativlösungen in Planung. So setzte sich Ortsvorsteher Ludwig Schneider bereits für die Erhaltung einer Poststelle in Kooperation mit einem der Unternehmen im Ort ein. An die Anwesenden appellierte er, man solle sich als Unternehmer für die Unterbringung der Poststelle im eigenen Betrieb bewerben.

von Melchior Bonacker

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