Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Rassetäubchen hoch im Kurs

Züchter Rassetäubchen hoch im Kurs

In den vergangenen Jahren sind 15 neue Mitglieder den Rassetaubenzüchtern beigetreten, dennoch kommen keine jungen Leute nach

Voriger Artikel
Marburg wie Maribor und umgekehrt
Nächster Artikel
Körperverletzung: Berufung zieht sich hin

Der Vorstand: Gerhard Dersch (Vorsitzender, von links), Reinhard Hühn, Konrad Kornemann, Heinrich Althainz, Michael Siegfried, Gerhard Linne und Mike Dickel.

Quelle: privat

Marburg. 60 Mitglieder zählt der Marburger Rassetaubenzüchter-Verein, davon die allermeisten im Alter von 40 bis 60. „Natürlich hätten wir gerne mehr junge Mitglieder, aber die tagtägliche Arbeit mit den Tieren schreckt vermutlich junge Menschen ab“, sagte Dietmar Kling, Schriftführer der Züchter.

Es sei eben kein Hobby, das man jederzeit wieder abbrechen könnte. „Als Fußballer kann ich mal einen Monat aussetzen und dann wieder einsteigen. Die Tiere wollen jeden Tag gefüttert und gepflegt werden“, sagt Kling. Er selbst besitze allein schon 120 Tauben. Insgesamt vermutet er mehr als 1000 Tiere unterschiedlichster Rassen in Marburg und Umgebung, die alle privat untergebracht sind. Nicht nur aus der Universitätsstadt, auch aus Erndtebrück im Siegerland kommen die Mitglieder der Marburger Rassetaubenzüchter.

Verein zieht seit1972 Tauben auf

Seit 1972 gibt es den Verein, der Tauben nach bundesweit festgelegten Schönheitskriterien aufzieht, um mit ihnen bei Taubenschauen Preise zu erhalten. So seien die Mitglieder des Vereins im vergangenen Jahr zur Deutschen Rassetaubenschau (VDT-Schau) nach Leipzig gefahren. Auch in diesem Jahr steht ein solches Highlight an. Jakob Moog errang bei der vergangenen Ausstellung mit seinen „Thüringer Schildtauben“ drei Mal die Prämierung „Vorzüglich“, Reinhard Hühn erhielt nach Vereinsangaben für seine „Steigerkröpfer“ von der Georg Menzel Stiftung einen Leistungspreis. Deutscher Meister wurden Michael Siegfried auf „Rheinische Ringschläger“, Mike Dickel auf „Thüringer Schildtauben“ und die Zuchtgemeinschaft Althainz/Flauger auf „Süddeutsche Kohllerchen“. Dickel errang zudem in zwei Klassen den Titel „Internationaler Champion“. Beste des Vereins sind: Reinhard Hühn mit „Steigerkröpfern“, Gerhard Linne mit „Elsterkröpfern“ und die Zuchtgemeinschaft Althainz/Flauger mit „Süddeutschen Kohllerchen“.

Egal, was kommen mag, „mich entspannt die Arbeit mit den Tauben einfach“, sagt Kling.

von Yannic Bakhtari

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr