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Randalierer plagen Pferde-Freundin

Vandalismus-Vorfälle im Dorf Randalierer plagen Pferde-Freundin

Seit fast einem halben Jahr zerstören Unbekannte immer wieder die Pferdeweide von Melanie Becker. Die Natur- und Tierliebhaberin hofft bei der Suche nach den Rowdys auf Hilfe.

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Seit Ende Oktober zerstören Unbekannte die Holzpflöcke, die Melanie Becker in Cyriaxweimar für die Errichtung eines Festzauns entlang ihrer Pferdeweide in den Boden arbeitet.

Quelle: Björn Wisker

Cyriaxweimar. Schlaff hängen die rot-gelben Bänder auf dem Boden. Im nassen, von der Witterung gezeichneten Gras ragen versprengt Holzpflöcke aus dem Boden. Während der Wind über die Äcker am Ortseingang von Cyriaxweimar weht, stapft Melanie Becker über die matschige Wiese, sie seufzt. „Schon wieder ist hier etwas passiert“, sagt sie.

Ihr Blick ist auf das schimmernde Objekt mitten auf dem Gras gerichtet. Es ist der Eisenpfosten, der auf dem nahegelegenen Spazierweg dafür sorgen soll, dass keine Autos oder Motorräder auf dem Schotter in Richtung der Wohnhäuser fahren. Sie trägt den Gegenstand zurück, steckt ihn in das dafür vorgesehene Loch – und erzählt die Geschichte, die sie seit Monaten beschäftigt. Sie handelt von andauerndem und eskalierendem Vandalismus.

„Begonnen hat alles Ende Oktober, als wir angefangen haben, einen Festzaun entlang unserer Pferdewiese aufzubauen“, sagt die 33-Jährige. Die Fläche liegt direkt an einem beliebten Spazierweg, der parallel zur Hauptstraße verläuft, auf Höhe des Ortseingangsschilds.  Seit Sommer vergangenen Jahres habe die Familie die rund eineinhalb Meter hohen Begrenzungs-Pfähle hergestellt, das Holz aus dem Wald geholt, die Oberflächen von Dutzenden Pfählen von Hand glattgeschliffen.

„All diese Fichtenstangen zu bearbeiten war richtig viel Arbeit“, sagt die gelernte Hauswirtschafterin. Kurz nachdem sie die ersten Zaunpfähle aufgestellt hatte, sei der erste beschädigt gewesen. „Erst dachte ich, da wäre jemand gegengefahren, deshalb sei das Holz kaputtgegangen.“ Doch seitdem häufen sich Becker zufolge die Schäden. Die Pflöcke werden „permanent herausgerissen, umgeknickt, abgebrochen, weggeworfen, versteckt“ – seit neuestem stehlen die Unbekannten offenbar sogar einige der Holzstangen.

Hoffen auf die Hilfe von wachsamen Nachbarn

Viele hundert Euro Schaden hat Becker seitdem durch die Zerstörungen erlitten. „Da müssen dumme Menschen am Werk sein. Seine Kraft kann man im Fitnessstudio testen, aber doch nicht am Eigentum anderer Leute“, sagt sie. Auf dem etwa zwei Hektar großen Areal, das sie von der Stadt gepachtet hat, toben sich seit vielen Jahren ihre drei Pferde aus. „Probleme hatten wir in der Nachbarschaft diesbezüglich nie. Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, dass es immer gerne gesehen war, wenn die Tiere dort sind.“

Sie sei „traurig darüber“, dass der Zaun-Aufbau – und damit die Sicherheit ihrer Tiere – seit fast einem halben Jahr behindert werde. In der Vergangenheit musste sie zwei Mal pro Jahr den Zaun auf- und dann wieder abbauen. Die permanente Lösung soll die Berufstätige dahingehend entlasten – eigentlich sollte der Zaun bis Monatsende fertig sein, doch daraus wird jetzt nichts.

Anzeige bei der Polizei habe sie trotz allem noch nicht erstattet. Sollten die Vandalismus-Attacken jedoch weitergehen, werde sie das tun. Sie hofft aber nun, nachdem die Nachbarschaft bereits über die anhaltenden Geschehnisse informiert worden sei, zuerst auf Hilfe – „wache Augen und Ohren“ – der Anwohner in Cyriaxweimar.

von Björn Wisker

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