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Raketen verzeihen keinen Leichtsinn

Sicheres Feuerwerk Raketen verzeihen keinen Leichtsinn

Feuerwerkskörper und Raketen sind in erster Linie „Sprengstoff“. Deshalb muss bei aller Freude und Euphorie zum Jahreswechsel stets vorsichtig mit ihnen umgegangen werden. Schon eine kleine Unachtsamkeit kann schwerwiegende Folgen haben.

Marburg. Feuerwerkskörper und Raketen sind kein Spielzeug und gehören keinesfalls in die Hände von unter 18-Jährigen. „Man darf nicht vergessen: Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff.

Durch Unfug oder unachtsamen Umgang mit Silvesterfeuerwerk hat schon für so manchen das neue Jahr schlecht angefangen“, warnt Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Er stellt aber auch heraus: „Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild manche schwere Verletzung oder auch Brände verhindern.“ Für einen sachgemäßen Umgang mit dem „Stoff“, der den Jahreswechsel verschönern soll, ist es ratsam, die Gebrauchsanweisung bereits im Vorfeld und mit Ruhe zu lesen. Sind Sie beispielsweise auf einer Party und erhalten Kenntnis darüber, dass andere Partygäste mit selbst gebauten Raketen das Jahr begrüßen wollen, versuchen Sie, bei den entsprechenden Menschen an deren Verantwortungsbewusstsein zu appellieren, insbesondere, wenn auch Kinder anwesend sind.Alle Artikel, die in Deutschland zum Verkauf zu Silvester freigegeben sind, verfügen über eine Prüfnummer der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung).

Trotzdem gibt es immer wieder Probleme mit Selbstbastlern, die ihre Ware sogar noch zum Verkauf anbieten. In Bad Wildungen, im Nachbarkreis Waldeck-Frankenberg, ruft die Polizei weiter Bürger auf, möglicherweise illegal gekaufte Feuerwerkskörper zu melden. Am Freitag wurde ein 23-Jähriger gefasst, der Böller selbst gebaut und eventuell sogar an Kinder und Jugendliche verkauft haben soll. Grundsätzlich gilt, nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzunehmen. Feuerwerkskörper und Raketen dürfen nicht blindlings und unkontrolliert weggeworfen werden.Um Irrläufern möglichst keine Schadenschance zu ermöglichen, sollten schon tagsüber alle Möbel und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernt werden. Fenster und Türen, insbesondere auch Dach- und Kellerfenster sollten geschlossen sein.

Böller richtengroßen Schaden an

Gerade diesbezüglich gab es schon im Vorfeld des Jahreswechsels einige Ereignisse. Im Main-Kinzig-Kreis hatten am Freitag vermutlich Kinder ein Kellerfenster aufgetreten und Feuerwerkskörper gezündet. Der Brand breitete sich im Keller aus und machte zwei Wohnungen unbewohnbar. Stephan Schienbein, Sprecher der hiesigen Feuerwehren sagt, wie dem Vergnügen in der Silvesternacht wohl nichts im Wege steht:

„Um für eine stabile Haltevorrichtung zu sorgen, sollten Raketen in große Flaschen gestellt werden, die wiederum in einem Kasten stehen. Die Flugrichtung muss so gewählt werden, dass die Raketen nicht in Häuser, auf Balkone oder auf leicht brennbares Material fliegen können.“

Große Verletzungsgefahr besteht immer wieder beim unsachgemäßen Umgang mit Blindgängern.

„Wenn Feuerwerkskörper nicht zünden oder versagen, nicht nachkontrollieren oder nachzünden, sondern mit Wasser übergießen, um unkontrolliertes Zünden zu verhindern“, so Schienbein.

von Götz Schaub

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