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Radweg-Zwist zwischen Stadt und Kreis

Wer bezahlt? Radweg-Zwist zwischen Stadt und Kreis

Der Ausbau der Kreisstraße 78 zwischen Elnhausen und Dagobertshausen steht nach Angaben der Universitätsstadt kurz vor Genehmigung und Umsetzung.

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Aufgrund der Straßenschäden soll die Straße zwischen Dagobertshausen und Elnhausen ausgebaut werden.

Quelle: Michael Arndt

Marburg. Jedoch: In den Planungen ist der Ausbau des bereits vorhandenen Teilabschnittes des kombinierten Fuß-/Radwegs entlang der Kreisstraße nicht vorgesehen. Im Konflikt mit dem Landkreis, was die Übernahme der Kosten für den Ausbau angeht, zeichnet sich somit auch mit dem Wechsel an der Landkreisspitze keine Lösung ab. „Wir haben uns an Landrätin Kirsten Fründt gewandt und Bereitschaft signalisiert, einen Teil der Kosten zu übenehmen. Es sieht aber so aus, als ob der Kreis bei seiner ablehnenden Haltung bleibt“, sagt Bürgermeister Franz Kahle (Grüne) während der Sitzung des Verkehrsausschusses. Dabei sei Dagobertshausen infrastrukturell stark an Elnhausen gebunden. Zahlreiche soziale Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten seien ausschließlich dort vorhanden. Umgekehrt gebe es in Dagobertshausen einen Reiterhof, der vor allem für Mädchen und junge Frauen aus Elnhausen ein Anziehungspunkt sei. „Es ist Gebot der Stunde, den Radverkehr zu stärken und gerade Kindern und Jugendlichen eine gefahrlose Wegeverbindung zu bieten. Daher appellieren wir dringend an den Kreis, unseren Anträgen zu entsprechen.“

Die Planer begründen ihre Entscheidung gegen einen Fuß-/Radweg mit der Verkehrsmenge von 2380 Fahrzeugen pro Tag.

Erst ab 2500 Fahrzeugen und 200 Radfahrern bestehe eine Verpflichtung zum Bau eines Radweges. Laut Land Hessen werde jedoch schon ab einem durchschnittlichen Radfahreraufkommen von 30 Personen pro Tag der Bau eines Fahrradweges förderungsfähig eingestuft, kontert die Stadt.

von Björn Wisker

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