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Punschtrinken mit Ortsbeirat

Südviertel Punschtrinken mit Ortsbeirat

Einen ungewöhnlichen Ort für die nach den Worten von Ortsvorsteherin Antje Tietz „letzte Sitzung 2016“ wählte der Ortsbeirat Südviertel am Montag am Friedrichsplatz.

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Bei der abendlichen Kälte waren die vom Ortsbeirat ausgeschenkten Heißgetränke und die Plätze in der Nähe des aufgestellten Feuerkorbs sehr begehrt.

Quelle: Kristina Lieschke

Marburg. Der Ortsbeirat des Marburger Südviertels lud zu Punsch und Plätzchen rund um den festlich erleuchteten Weihnachtsbaum am Friedrichsplatz ein. Rund 30 Anwohner folgten der Einladung und dem Vorschlag von Ortsvorsteherin Antje Tietz, auf diese Weise direkt mit dem noch jungen Gremium ins Gespräch zu kommen. Dies sei nämlich, so Tietz, bisher gar nicht so einfach gewesen, weil der Ortsbeirat noch keinen festen Sitzungssaal oder anderen Ort habe, an dem er immer erreichbar sei. So fanden die monatlichen Sitzungen des Jahres 2016 bisher im Haus der Jugend in der Frankfurter Straße, im Behördenhaus in der Friedrichstraße und an anderen wechselnden Orten statt. Darüber berichtete sie den Interessierten, die sich am extra für das Treffen aufgestellten Feuerkorb um sie versammelt hatten.

Das Treffen rund um den Weihnachtsbaum am Friedrichsplatz, der inzwischen ja eine gewisse Tradition im Südviertel habe, freue sie aber besonders, sagte Tietz. Schließlich habe der Ortsbeirat ausgeholfen, als zum ersten Advent der Weihnachtsbaum gestohlen worden war (die OP berichtete): „Ich habe einfach einen neuen hergelegt und gehofft, dass der Rest schon funktionieren würde“, erzählte sie. Und tatsächlich: Die Anwohner Christoph Kähler und Hans Jürgen Gremm, die gemeinsam mit ihren Frauen bereits seit rund zehn Jahren für die Weihnachtsbäume verantwortlich zeichnen, schmückten auch den neuen Baum festlich heraus.

Leider seien die Christbaumkugeln sogar noch einmal zerstört worden und mussten ersetzt werden, berichtete Ortsbeiratsmitglied Dr. Theresia Jacobi. Auch sie wünscht sich künftig für ihr Gremium einen festen Ort mit klarer Erreichbarkeit für die Bürger.

Vielleicht hat der Weihnachtsmann diesen Wunschzettel ja bereits gesehen. Die Erfüllung des Wunsches ist nämlich möglicherweise mit einem kleinen Raum im ehemaligen KFZ in Sicht, verrieten die beiden Politikerinnen unabhängig voneinander.

von Kristina Lieschke

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Friedrichsplatz
Petra Passaro (links) und Erika Runge schmückten den Weihnachtsbaum mit roten Kugeln.

Hans-Jürgen Gremm ist wütend, aber vor allem traurig. „Seit mehr als zehn Jahren stellen mein Freund Christoph Kähler und ich auf dem Friedrichsplatz einen Weihnachtsbaum auf, um einer Nachbarin, die im Rollstuhl sitzt, aber auch allen anderen Anwohnern eine Freude zu machen“, sagt er.

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