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Proteste gegen Rede von AFD-Politiker

Demo Proteste gegen Rede von AFD-Politiker

Ein friedliches, aber deutliches Zeichen gegen Rechts setzten am Freitagabend rund 200 Menschen bei einer Demo gegen AFD und Rheinfranken.

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Rund 200 Menschen demonstrierten Freitagabend gegen den Vortrag eines AFDlers bei den rechten Rheinfranken. Die Polizei sperrte den Zugang zum Verbindungshaus.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Grund für die Demonstration vor dem Haus der Burschenschaft Rheinfranken in der Lutherstraße war der am Abend stattfindende Vortrag des umstrittenen AfD-Politikers
Dubravko Mandic.

Aufgerufen hatten verschie­dene linke und studentische Initiativen sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Ein großes Polizeiaufgebot sicherte den Veranstaltungsort. Es blieb aber ruhig, der Redner war bereits am Nachmittag eingetroffen. Mit der Einladung von Mandic zeige die Studentenverbindung, die in der als rechtsextrem kritisierten Deutschen Burschenschaft organisiert ist, einmal mehr ihren rechtsextremen Charakter, so die Redner. Seit vielen Jahren organisierten sie rechte Veranstaltungen. Der „Nazianwalt“ aus Freiburg trete für NPD nahe Positionen ein.

Grund für die Demonstration vor dem Haus der Burschenschaft Rheinfranken in der Lutherstraße, an der etwa 200 Personen teilnahmen, war der am Freitagabend stattfindende Vortrag des umstrittenen AfD-Politikers Dubravko Mandic.

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„Wehret den Anfängen“, mahnte Gewerkschaftssekretär Ulf Immelt und betonte, dass die Gewerkschafter bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 weggeschaut hätten. Die Folge seien Verhaftungen und Ermordungen gewesen, das dürfe nie wieder passieren.

Auch die anderen Redner verwiesen auf die Gefahr, die von rechts ausgeht. „Keinen Fuß breit den Faschisten“, skandierten die Teilnehmer der Demonstration, die friedlich blieb. Allerdings stellte die Polizei bei den Demonstranten zwei Sturmhauben, sechs Eier und einen Edding sicher.
Gegen 21 Uhr löste sich die Versammlung in der Luther­straße auf.

von Heiko Krause
und Nadine Weigel

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