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Protest gegen Zentralisierungspläne

Staatliche Schulämter Protest gegen Zentralisierungspläne

Die Zukunft der Staatlichen Schulämter ist weiter ungewiss. Personalräte aus dem Landkreis beteiligen sich am Mittwoch an einem landesweiten Protest gegen Zusammenlegungspläne des Landes.

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Das Staatliche Schulamt in Marburg ist von der Schließung bedroht. Das Kultusministerium verfolgt OP-Informationen zufolge hessenweite Zentralisierungspläne.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Bislang unbestätigten OP-Informationen zufolge plant das hessische Kultuministerium eine Reduzierung der aktuell 15 hessischen Schulämter auf nur noch 6 sowie die Schaffung eines Schulamts Mittelhessen in Gießen. Lehrer, Poliker und Personalräte befürchten, dass dies das Aus für das Schulamt Marburg-Biedenkopf bedeutet.

Gegen diese Pläne des Landes und für eine Einbindung in den Entscheidungsprozess wollen Personalräte von Schulämtern aus ganz Hessen am Mittwoch in Wiesbaden demonstrieren. Mit dabei sein werden 18 Vertreter des heimischen Schulamts. „Wir erwarten, dass wir über die konkreten Pläne aufgeklärt werden und wollen verdeutlichen, dass es wenig Sinn macht, an der falschen Ecke zu sparen“, sagt Hartmut Möller, der stellvertretender Vorsitzende des Gesamtpersonalrats beim Staatlichen Schulamt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Das Kultusministerium hat eine „Arbeitsgruppe zur Aufgabenkritik“ eingesetzt, um Spar- und Zentralisierungsmodelle zu entwickeln. „Wir verstehen uns als eine Arbeitsgruppe an der Kritik der Aufgabenstellung“, erläuterte Hartmut Möller für den Gesamtpersonalrat der Lehrer beim Staatlichen Schulamt in Marburg.

„Denn jeder Mathematiklehrer weiß, wenn er schon die Aufgabenstellung falsch formuliert hat, können auch die Schüler kein richtiges Ergebnis herausbekommen.“ So könnten die Sparvorgaben aus dem Finanzministerium, das laut Möller bei den Schulen 68 Millionen Euro einsparen will, nicht dazu beitragen, die Qualität von schulischer Bildung weiterzuentwickeln.

Am Mittwoch berät der Hessische Landtag das neue Schulgesetz. Aus Möllers Sicht „ein guter Anlass, an diesem Tag unsere Gegenargumente öffentlich vorzutragen“.

Aus jedem Staatlichen Schulamt sollen Kurzberichte vorgetragen werden, die die Personalräte zusammengetragen der Landesregierung übergeben wollen. Zudem wollen sie Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) Resolutionen und Unterschriftenlisten gegen die Zentralisierungspläne überreichen.

von Carina Becker

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Personalräte des Staatlichen Schulamts Marburg verdeutlichten am Mittwoch in Wiesbaden gemeinsam mit Kollegen aus ganz Hessen, dass sie nicht gewillt sind, Zentralisierungspläne des Landes zu akzeptieren.

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