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Projekt "Schüler lesen die OP" startet

Zeitungsprojekt macht Kinder und Jugendliche zu kritischen Lesern und Journalisten auf Zeit Projekt "Schüler lesen die OP" startet

Wie hat die Eintracht gespielt? Wo ist die Baustelle auf dem Schulweg und was passiert eigentlich im Rathaus? Mit dem Projekt "Schüler lesen die OP" führen wir bereits im 28. Jahr Heranwachsende an das Informationsmedium Tageszeitung heran.

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OP-Redakteurin Marie-Lisa Schulz stellte gestern bei der Auftaktveranstaltung Lehrern das Projekt vor. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wenn ich in diesen acht Wochen die Zeitung in der Schulcafeteria verteile, dann wird sie mir aus den Händen gerissen“, erzählt Mirjam Wege, Lehrerin an der Käthe-Kollwitz-Schule und Projekt-Mitarbeiterin für das Marburger Schulamt. Vor ihrem Lehramtsstudium hat sie selbst bei der OP volontiert und als Journalistin frei gearbeitet. 2013/2014 übernimmt sie inzwischen zum vierten Mal die Koordinationsarbeit von der anderen, also der Schulseite. „Wir wollen Kinder und Jugendliche zum Lesen bringen, damit sie was zu sagen haben“, sagt Wege gestern während der Auftaktveranstaltung im Redaktionsgebäude der OP. Lehrer von 23 Schulen waren gekommen, um sich vorab über das Projekt zu informieren, dass im nächsten Jahr vom 5. Februar bis zum 13. März stattfindet.

Von der Grundschule (Klasse 4) bis zur Oberstufe können Lehrer mit ihren Klassen teilnehmen. Acht Wochen lang werden die Klassen jeden Morgen mit frisch gedruckten Tageszeitungen beliefert. Die Lehrer arbeiten mit den Schülern an Inhalten, indem sie etwa im Politik-Unterricht die aktuellen Berichte aus dem Marburger Rathaus und dem Berliner Bundestag auswerten.

Auf der anderen Seite dient die Lektüre der Tageszeitung natürlich auch dazu, ein Gefühl für Sprache zu entwickeln: „Die Kinder lernen, was gute von komplizierten Überschriften unterscheidet oder wir schauen uns an, was die verschiedenen journalistischen Textformen ausmacht“, so Wege. Im letzten Schritt werden die Schüler selber zu Journalisten auf Zeit. Während das Projekt läuft, veröffentlicht die OP immer wieder ganze Zeitungsseiten, die die Schüler selbst produziert und geschrieben haben. Vorbild für die Nachwuchs-Journalisten ist dabei Marie Lisa Schulz, Projektredakteurin auf Seiten der OP, die zusammen mit einigen Kollegen die Klassen besucht und in der Zeit dutzende Artikel der Schüler abnimmt und redigiert. Das Lernen ist dabei für sie keine Einbahnstraße: „Die direkte Rückmeldung über einen so langen Zeitraum ist sehr wertvoll. Schüler verzeihen es zum Beispiel nicht, wenn Journalisten zu Fachidioten werden und beim Schreiben zu viel Vorwissen voraussetzen“, so Schulz. Ein Gewinn ist „Schüler lesen die OP“ so auch beim 28. Durchgang für beide Seiten.

Lehrer, die Interesse haben, am Projekt „Schüler lesen die OP 2013/1014“ teilzunehmen, können sich noch bis zum 13. Dezember bei Marie Schulz (marie.schulz@op-marburg.de, 06421/409376) oder Mirjam Wege (mi.wege@web.de, 06421/166227) anmelden.

von Tim Gabel

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