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Professorin Erika Baum verabschiedet

Allgemeinmedizin Professorin Erika Baum verabschiedet

Die Professorin für Allgemeinmedizin Dr. Erika Baum wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Als Vertretungsprofessorin hatte sie bereits 1988 im Uniklinikum ihre Arbeit begonnen und war zwei Jahre später voll berufen worden.

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Professorin Erika Baum bei der Verabschiedung.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. „Ich habe in all meinen Jahren als Dekan selten eine so jung gebliebene und engagierte Lehrperson erlebt. Die Allgemeinmedizin in Marburg hat durch Erika Baum mit den Jahren enorm an Renommee gewonnen, in den Publikationen und vor allem in der Lehre, die ihr besonders wichtig war“, bemerkte Medizin-Dekan Professor Helmut Schäfer in seiner Dankesrede.

Auch unter den Studierenden war Baum gut bekannt und vor allem geschätzt. „Oft wird die Lehre, die ja eigentlich der Grund ist, warum wir alle hier eine Stelle haben, von der Wissenschaft etwas stiefkindlich behandelt. Das war bei Erika Baum stets ganz anders, sie hat bis zuletzt ganz eigene Klausuren entworfen, weg von den ewig gleichen Tests zum Ankreuzen hin zu Lückentexten und offenen Fragen, welche die Studierenden zum Nachdenken und nachhaltigen anwendungsbezogenen Lernen motivierten“, sagte Studiendekan Professor Roland Frankenberger.

Natürlich wird Professorin Baum auch in den nächsten Jahren nicht untätig werden, sie tritt die Präsidentschaft bei der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin an.

Neben den vielen Gratulanten und Würdigungen, darunter von Dr. Bettina Speiser, Professor Andreas Sönnichsen, Professor Klaus-Jochen Klose, Dr. Rudolf Kraft und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD), hielt Professor Ferdinand Gerlach einen Vortrag über die Zukunft der medizinischen Versorgung. Der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen betonte: „Wir sehen vor allem drei Faktoren, die in Zukunft für einen deutlichen Anstieg der Gesundheitskosten sorgen werden. Der Anstieg an Technik. Der Anstieg an Leistungen generell, dass also einfach viel mehr gemacht wird und der demografische Wandel. Im Jahr 2030 werden in den meisten Regionen Deutschlands 40 Prozent der Bevölkerung mehr als 60 Jahre alt sein. Dabei sind bereits jetzt längst nicht mehr die Infektpatienten, sondern die chronisch Kranken die größten Kostenverursacher, denn die 20 Prozent der chronisch betroffenen benötigen 80 Prozent des Budgets.“

von Marcus Hergenhan

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