Die im Auftrag von Stadt und Universität befragten Professoren schätzen die Lebensqualität in Marburg. Kritisiert wird jedoch die schlechte Anbindung Marburgs an das Bahnnetz.
Marburg. Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (schlecht) erhielt Marburg als Wohn- und Lebensstandort die Note 2,24.
Der Wissenschaftsstandort wurde mit 2,50 etwas schlechter bewertet. Die Ergebnisse der von der Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung ausgeführten Befragung stellten am Dienstag Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne bei einer Pressekonferenz im Rathaus vor.
Gezielt wurden Hochschullehrer aus den Fachbereich Medizin und Pharmazie sowie weiteren naturwissenschaftlichen Fächern sowie Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker befragt. Ein Ziel der Befragung ist es, das Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft am Standort Marburg zu stärken.
Deswegen soll derselbe Fragebogen nun auch Führungskräften aus der Wirtschaft vorgelegt werden. Sehr positiv bewertet wurden von den Professoren unter anderem die Qualität der medizinischen Versorgung (1,90) und die Umweltqualität (1,98) sowie Marburg als lebenswerte Sadt im Grünen (1,75).
Schlechtere Noten gaben die Befragten für die Verfügbarkeit und das Preisniveau von Wohnungen in Marburg (3,0). Auch für die Qualität des Kulturangebots gab es eher eine schlechte Bewertung (3,10). Als besonders verbesserungswürdigen Standortfaktor sehen die Hochschullehrer die überregionale Anbindung Marburgs per Straße (3,24) oder über die Schiene (3,60).
von Manfred Hitzeroth
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