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Prinz Ludwig I. übernimmt das Chefbüro

Sturm aufs Rathaus Prinz Ludwig I. übernimmt das Chefbüro

Das war‘s mit Oberbürgermeister Egon Vaupel. Prinz Ludwig I. und Prinzessin Heike III. haben das Sagen im Rathaus. Zumindest bis Aschermittwoch.

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Die Marburger Narren erstürmen das Rathaus. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Diesem Aufmarsch hatte der Rathaus-Chef mitsamt des Magistrats nichts entgegen zu setzen. Das Prinzenpaar samt Hofstaat und Elferrat, Afföllergarde, Funkencorps, Bürgergarde, Ortaföller mit ihrer Konfetti-Kanone und der Hansa-Fanfarenzug aus Gießen stürmten von der Steinstraße in Richtung Marktplatz. Ihr Ziel: Das Rathaus.

Die Marburger Narren erstürmen das Rathaus. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Nach einem kurzen Stopp an der Wasserscheide zum Warmschunkeln ging es unter dem Kommando von Zugführer Toni Ahlendorf zum Rathaus-Sturm. Dort warteten bereits OB Vaupel sowie Bürgermeister Franz Kahle und Stadträtin Kerstin Weinbach - bereit für das närrische Rededuell mit dem Prinzenpaar. Das wollte nicht nur den Schlüssel, sondern gleich auch ein paar Magistratsentscheidungen erzwingen. So soll Kahle dafür Sorge tragen, künftig den Weg von Oberstadt bis Schloss mit einem Aufzug erreichen zu können. Vaupel war nicht abgeneigt.

Prinz Ludwig I. fühlt sich im OB-Büro schon richtig wohl und prüft, ob er auch richtig verbunden ist. Foto: Richter

Quelle: Thorsten Richter

„Wenn Prinz und Prinzessin am Schloss den Aufzug mit einer Kurbel hochziehen, dann machen wir das. Wir sind doch Energiesparer“, sagt der Noch-Rathauschef. Das närrische „Rundum-Sorglos-Paket“ für die Marburger Jugendherberge lehnte Vaupel ebenso ab wie die Freigabe seines Chauffeurs für den Fall, wenn die Deutsche Bahn Verspätung hat. „Dann ist der ja 24 Stunden im Einsatz. Das geht tariflich nicht.“

Einem Paragraphen des Jecken-Proklamation hatte Vaupel nichts entgegen zu setzen und reihte sich dann gerne in die Rolle des Prinzenpaar-Begleit-Komitees: Als Ludwig I. einen von den Schalke-Profis unterschriebenen Fußball unter seinem Umhang hervorholte und den Magistrat aufforderte, statt Anzug oder Kostüm Schalke-Trikots zu tragen, gab Vaupel den Rathaus-Schlüssel frei. Manchmal kann es so einfach sein.

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